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Grußworte
Montag, 28.12.2020 - 12:34 Uhr

Grußwort zum Jahreswechsel der Gemeinde Uetze

Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg.Aufn.:

UETZE

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Uetze,

 

im Moment in denen ich Ihnen diese Zeilen schreibe, sind in der Gemeinde Uetze 196 Corona-Fälle bekannt, sind 14 Personen akut erkrankt und sieben Menschen an dem Virus verstorben. Unser Mitgefühl gilt den Familien und den Angehörigen. Wir wissen um das menschliche Leid, um die Sorgen und Nöte der Menschen in den Pflegheimen und den Krankenhäusern, um deren Isolation. Wir wissen um den Stress, die Erschöpfung bei all denen, die in den pflegenden Berufen, in den Arztpraxen, den Krankenhäusern und nicht zuletzt in den Gesundheitsämtern tätig sind. Ihnen gilt unser Dank und unsere Anerkennung.

 

Vergessen möchte ich nicht die Mitarbeitenden, die sich unter den erschwerten Bedingungen um das Wohl unserer Kinder gekümmert haben, sei es in den Krippen, Kindergärten und Horten oder in den Schulen.

 

Trotz alldem ist die Pandemie in der Gemeinde Uetze bisher glimpflich verlaufen. Dazu beigetragen hat sicher auch die ländliche Umgebung, in der wir leben. Vor allem aber natürlich die Bereitschaft der Bevölkerung, Solidarität zu zeigen und die leider notwendigen Hygienevorschriften zu beachten. Denn es hilft nur eine Erkenntnis: der Träger der Pandemie sind wir. Nur wenn wir die Regeln, die aus Gründen des Infektionsschutzes notwendig sind, einhalten, können wir das Virus eindämmen und dessen Ausbreitung verhindern.

 

Mit dem Beginn der Impfkampagne, die in ihrer Breite im ersten Quartal nächsten Jahres zu erwarten ist, ist Licht am Ende des Tunnels erkennbar, sind die Auswirkungen der Pandemie aber noch nicht vorbei. Wir werden Jahre brauchen, bis wir als Gesellschaft im Ganzen deren Auswirkung überwunden haben. Das gilt ganz sicher für die wirtschaftlichen Auswirkungen, die besonders hart das Hotel- und Gaststättengewerbe, die Tourismusbranche, den Sport- und Freizeitbereich und den Kunst- und Kulturbereich getroffen haben. Hier können nicht alle wirtschaftliche Existenzen und Arbeitsplätze erhalten werden. Es droht in jedem Fall eine Pleitewelle, wird die Zahl der Arbeitslosen deutlich ansteigen - trotz aller staatlichen Stützungsmaßnahmen. Wir stehen vor großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen, die auch unsere Gemeinde vor großen Herausforderungen stellen wird. Die finanziellen Folgen der Pandemie werden uns noch viele Jahre beschäftigen.

 

Wir leben in schwierigen Zeiten. Übernehmen sie deshalb weiter Verantwortung für sich und Ihre Mitmenschen, so vorbildlich wie bisher. Das beginnt beim Befolgen der Corona-Regeln. Lassen Sie uns zusammenhalten, so wie wir das in den vergangen Krisen auch getan haben. Ich erinnere mich gern an dieser Stelle an die Welle der Solidarität, die wir 2015/2016 in der Flüchtlingskrise erlebt haben. Aktuelle Beispiele sind die vielen Spenden für den Corona-Hilfsfonds und die diesjährige Weihnachtspäckchenaktion für Kinder- und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien und aus bedürftigen Familien in der Gemeinde Uetze. Mein Dank gilt allen, die sich an diesen und anderen Aktionen beteiligt haben, die sich um ihre Nachbarn oder um andere Hilfebedürftigen kümmern.

 

Trotz allen Einschränkungen wurden in diesem Jahr zwei Neubau-Projekte erfolgreich fertiggestellt. Im September/Oktober 2019 wurde das alte Feuerwehrhaus in Uetze abgerissen und der Neubau begonnen. Jetzt im Dezember wurde dieses Projekt fertiggestellt und die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr können den Neubau an diesem Wochenende beziehen.

 

Unter dem Motto: "Alle Kinder unter einem Dach" konnte zunächst der Neubau der Kindertagesstätte in Dollbergen fertig gestellt und die Komplettsanierung der Grundschule abgeschlossen werden. 2021 werden dann die Mensa, die Aula und die Bücherei fertiggestellt.

 

Ein weiteres freudiges Ereignis war die Ehrenbürgerverleihung an Herrn Erhard Zander. Er engagiert sich seit bereits über 40 Jahren aktiv für den Naturschutz.

 

Das neue Biomasse-Heizkraftwerk in Dollbergen leistet nun ebenfalls einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. 40 Millionen Euro wurden in das Kraftwerk durch die Koehler Energy Gruppe aus Oberkirch investiert, das künftig unter dem Namen Dollbergen Bioenergy GmbH rund 68.000 Megawattstunden Strom produzieren wird. In Dollbergen wird naturbelassenes Holz verfeuert, das mittels Kraft-Wärme-Kopplungstechnologie gleichzeitig Strom und Prozessdampf erzeugt. Ein weiterer wichtiger Baustein, unsere Klimaschutzziele zu erreichen.

 

Im laufenden Jahr konnte auch endlich die Bauleitplanung für das Mischgebiet Schaperskamp abgeschlossen werden. Hier soll neben einem kleinen Baugebiet auch der "Schapers Kampus" mit einem Seniorenheim, Seniorenwohnen, Kindertagesstätte mit Familienzentrum und einem Fitnesszentrum entstehen. Die Erschließungsmaßnahmen dazu haben begonnen.

 

Außerdem hat der Rat der Gemeinde Uetze nach einem über einjährigen umfassenden Beteiligungsprozess das "Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) Uetze 2030" abgeschlossen. Das IKEK soll eine gemeinsame Handlungsgrundlage schaffen und behandelt alle wichtigen Themen der Gemeindeentwicklung, wie zum Beispiel Wohnen und Daseinsvorsorge, Wirtschaft, Mobilität und Klimaschutz. Gemeinsam mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern sowie Vereinen, Verbänden, Unternehmen und Institutionen möchten wir die in diesem Programm festgelegten Ziele und Handlungsschwerpunkte für die Entwicklung der Gemeinde Uetzes bis ins Jahr 2030 umsetzen.

 

Wenn Sie gemeinsam mit mir einen umfassenden Rückblick auf das Geschehen in der Gemeinde Uetze 2020 werfen möchten, sind Sie herzlich dazu eingeladen, am Sonntag, 10. Januar 2021 ab 11:00 Uhr live auf YouTube Opens external link in new windowwww.ie-stream.de/uetze an einem sogenannten "Livestream" teilzunehmen. Ich würde mich freuen, Sie dazu virtuell begrüßen zu können.

 

Abschließend möchte ich Ihnen und Ihren Familien ein frohes und glückliches neues Jahr wünschen, insbesondere natürlich Gesundheit und persönliches Wohlergehen.

 

Ich freue mich auf die nächste Begegnung mit Ihnen.

 

Herzliche Grüße

Ihr

Werner Backeberg