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Lehrte
Dienstag, 22.12.2020 - 21:36 Uhr

Brennende Acetylenflasche: Lehrter Feuerwehren sind acht Stunden im Einsatz

Aufn.:

Gegen 13:30 Uhr am heutigen Dienstag, 22. Dezember 2020, ist es in einem Betrieb in der Lehrter Daimlerstraße zu einem Unfall gekommen. Bei Arbeiten mit einem Schweißgerät hat sich die Acetylenflasche am oben gelagerten Ventil entzündet. Ausströmendes Gas brannte daraufhin mit einer etwa 20 Zentimeter hohen Flamme ab. Verletzt wurde hierbei niemand.

LEHRTE

Die 200 Liter fassende Flasche wurde zunächst von zwei Trupps unter Atemschutz mittels C-Rohr aus sicherer Deckung gekühlt. Es wurde nach Angaben der Feuerwehr darauf geachtet, dass die Flamme nicht erlöscht. Die beiden Trupps wurden dann schnell durch einen fest in Stellung gebrachten Wasserwerfer ersetzt. "So musste sich im Verlauf des Einsatzes niemand unnötig in den Gefahrenbereich begeben", teilt Feuerwehr-Pressesprecher Stephan Keil mit.

 

Eine brennende Acetylenflasche stelle seinen Informationen zufolge eine nicht zu kalkulierende Gefahr dar, da in der Flasche ein Zersetzungsprozess starten kann. "Dies kann dazu führen, dass sich die Flasche von innen schnell erhitzt und unvermittelt explodiert", erklärt er.

 

Um die Flasche wurde daher ein Absperrbereich von 100 Metern eingerichtet. In diesem Bereich wurden Gebäude evakuiert und die Daimler- sowie Industriestraße gesperrt. Dies betraf fünf Gebäude. Da sich die Einsatzstelle in einem Gewerbegebiet befand, waren die Auswirkungen durch die Sperrung gering.

 

Nachdem die Flasche entleert war, wurde das Kühlen eingestellt und die Temperatur der Flasche alle 15 Minuten kontrolliert. Hierbei konnte kein Ansteigen der Flaschentemperatur festgestellt werden. Daraufhin wurde die Flasche in ein vorbereitetes Wasserbad gebracht, in dem diese nun noch 24 Stunden verbleibt.

 

Der Einsatz für die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte war gegen 21:30 Uhr beendet.

 

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Lehrte, Aligse und Steinwedel mit 52 Einsatzkräften sowie die Messkomponente der Feuerwehr Höver, der Rettungsdienst und die Polizei.

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