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Lehrte
Sonntag, 20.12.2020 - 18:11 Uhr

Pfefferspray im Regionalzug: Polizei sucht Zeugen von Auseinandersetzung

Aufn.:

LEHRTE

Der Anlass, der am vergangenen Freitag, 18. Dezember 2020, zu einem Einsatz mit 16 Polizeibeamten von Bund und Land sowie 18 Rettungskräften im Lehrter Bahnhof geführt hat, wird derzeit noch ermittelt.

 

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge ist gegen 16 Uhr in einem Regionalzug von Hannover nach Lehrte ein 49-Jähriger aus Uetze auf eine Gruppe von drei bis fünf Jugendlichen oder jungen Männern getroffen. Nach einem Wortwechsel, dessen Inhalt für die polizeilichen Ermittlungen von großer Bedeutung ist, kam es zum Einsatz eines Tierabwehrsprays gegen die Jugendlichen. Das führte im geschlossenen Reisezugwagen zwangsläufig zu Reizungen der Atemwege und der Schleimhäute bei weiteren 12 Mitreisenden. Diese wurden vor Ort rettungsärztlich versorgt.

 

Die Jugendlichen sollen den Uetzer teils mit einem Schlagstock und einem Schlagring bedroht haben. Der 49-Jährige wurde im Anschluss in ein Krankenhaus gebracht. Die Jugendlichen sind flüchtig. Für die ermittelnde und zuständige Bundespolizei in Hannover ist insbesondere von Bedeutung, wer den Konflikt verursacht hat und welcher Wortlaut zu der Eskalation führte. Eine vage Beschreibung der Flüchtigen liegt der Bundespolizei bereits vor.

 

Der Einsatz eines Tierabwehrsprays gegen Personen stelle ebenso einen Verstoß gegen das Waffengesetz dar, wie auch der Besitz, das Mitführen oder gar der Einsatz eines Schlagstocks und Schlagrings gegen Personen. Zeugen werden gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion Hannover unter der Telefonnummer 0511/3065-5009 zu melden.

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