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Lehrte
Donnerstag, 17.12.2020 - 17:30 Uhr

Eingeklemmter Lkw-Fahrer: Rettungskräfte ärgern sich über zu enge Rettungsgasse

Aufn.:

Um 15:16 Uhr am heutigen Donnerstag, 17. Dezember 2020, wurden die Freiwilligen Feuerwehren Lehrte und Ahlten auf die Autobahn 2 zwischen dem Autobahnkreuz Hannover-Ost und der Anschlussstelle Lehrte alarmiert. Wie die Rettungskräfte in ihrer Alarmierung erfuhren, war es auf der Autobahn zu einem Unfall gekommen bei dem zwei Lkw aufeinander gefahren waren und ein Fahrer eingeklemmt worden sein soll.

LEHRTE

Schnellst möglichst machten sich die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte der beiden Ortsfeuerwehren auf den Weg zu ihren Feuerwehrhäusern und besetzten die Fahrzeuge. Vor allem die für die technische Hilfeleistung ausgestatteten und hydraulischem Rettungsgerät beladenen Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeuge wurden als erstes besetzt.

 

"Die Anfahrt zur Einsatzstelle erwies sich als äußerst schwierig, da die Rettungsgasse lediglich von den Fahrern auf der linken Spur gebildet wurde", berichtet Lehrtes Feuerwehr-Pressesprecher Stephan Keil. Auf den weiteren drei Spuren - in diesem Bereich zwischen dem Kreuz Hannover-Ost und der Abfahrt Lehrte stehen vier Fahrspuren zur Verfügung - standen nach seinen Angaben die Lkw "dicht an dicht, so dass selbst der vorausfahrende Einsatzleitwagen, ein Pkw, große Schwierigkeiten hatte, zur Einsatzstelle vorzudringen". An einem der nachfolgenden Großfahrzeuge, die eine größere Breite aufweisen, wurde sodann aufgrund der viel zu engen Rettungsgasse auf der Anfahrt ein Außenspiegel beschädigt.

 

An der Einsatzstelle eingetroffen bestätigte sich für die Rettungskräfte die gemeldete Lage. Nach ersten Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes war ein 62-jähriger Fahrer mit seinem Sattelzug der Marke DAF gegen 15:10 Uhr auf der A2 in Fahrtrichtung Berlin unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Hannover-Ost und Lehrte prallte der Sattelzug aus bislang ungeklärter Ursache auf einen Lastwagen mit Kippmulde, an dessen Steuer ein 50-jähriger Fahrer saß. Der Lkw der Marke MAN war wiederum kurz zuvor aus ebenfalls ungeklärter Ursache auf einen Sattelzug DAF geprallt, den ein 38-Jähriger steuerte.

 

Die Rettung erfolgte nach Angaben des Feuerwehrsprechers über die Fahrerseite, wobei Spreizer und Hydraulikstempel zum Einsatz kamen, um den Mann aus der Fahrerkabine zu befreien. Zuerst wurde durch die Feuerwehrkräfte die Fahrertür entfernt und anschließend die Front des verformten Führerhauses mit den Hydraulikstempeln nach vorne gedrückt, um mehr Platz zu schaffen und den Fahrer so zu befreien. Etwa zehn Minuten nach dem Eintreffen der Feuerwehrkräfte konnte der verletzte Fahrer dann dem Rettungsdienst übergeben werden. Aufgrund der Schwere seiner Verletzungen kam er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus. Die beiden anderen Beteiligten blieben unverletzt.

 

Die Autobahn wurde für die Dauer der Rettungsarbeiten gesperrt und erst nach dem Start des ebenfalls alarmierten Rettungshubschraubers wieder freigegeben. Es bildete sich ein mehrere Kilometer langer Stau. Ab dem späten Nachmittag wurde der Verkehr dann einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

 

Bei dem Unfall entstand ein Schaden in Höhe von 60.000 Euro.

 

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren aus Lehrte und Ahlten mit insgesamt 48 Einsatzkräften sowie der Rettungsdienst und die Polizei.

 

Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter Telefon 0511/109-1888 zu melden.

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