Wedemark
Sonnabend, 12.12.2020 - 12:11 Uhr

Lernen in Corona-Zeiten: 60 Lernpaten helfen Schülerinnen und Schülern

Sandra Scalise, Koordinatorin des Lernpaten-Projektes bei der Freiwilligenagentur.Aufn.:

WEMARK

Homelearning, Wechselmodell, Szenario B-Lernen ist in der Coronazeit eine Herausforderung für alle Beteiligten. Im Sommer suchte die Freiwilligenagentur der Wedemark intensiv nach Lernpaten. "Der Erfolg ist überwältigend", freuen sich die Organisatoren.

 

"Es gibt in dieser schwierigen Zeit ein überdurchschnittlich hohes Engagement", freut sich Sandra Scalise, Koordinatorin des Lernpaten-Projektes bei der Freiwilligenagentur. "Schon vor der Pandemie waren etwa zwanzig Lernpatinnen und –paten an den Schulen der Wedemark aktiv, aber der Bedarf war deutlich höher und ist durch die Pandemie noch wesentlich gestiegen".

 

In enger Abstimmung mit allen Schulformen wurde zu Beginn des neuen Schuljahres im Herbst der Bedarf für jede Klasse ermittelt und an Sandra Scalise übermittelt. "Der Bedarf war riesig, mehr als hundert Schüler brauchten Unterstützung, zusätzlich zu den schon bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten durch das Bildungs- und Teilhabepaket- kurz BuT", erläutert sie.

 

Doch auch das Engagement der Wedemärkerinnen und Wedemärker war hoch. Mehr als 80 Lernpatinnen und Lernpaten meldeten sich, um zu unterstützen. "Natürlich muss es passen", erklärt die Koordinatorin den Vermittlungsprozess, "das Matching der Schülerinnen und Schüler mit ihren Patinnen und Paten erfolgt in enger Abstimmung des Lernbedarfs, der Schulform und des Ortes gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern- im Moment natürlich viel über das Telefon“. Bereits 40 neue Lernpatinnen und -paten konnten seit den Herbstferien bereits vermittelt werden und haben mit ihrer Tätigkeit begonnen", freut sich Sandra Scalise. Aber es gibt immer noch Schülerinnen und Schüler, die eine Patin oder einen Paten brauchen. "Besonders für die weiterführenden Schulen benötigen wir weiterhin neue Lernpatinnen und -paten", berichtet Scalise.

 

Logistische Herausforderungen konnten gelöst werden: Einige Schulen können zum Beispiel aus Hygienegründen oder Mangel an geeigneten Orten keinen Externen Zugang zum Gebäude gewähren. Der Ausweichort für die Eins-zu-eins Lernpatenschaft ist dann das Mehrgenerationenhaus in Mellendorf. "21 Lernpatenschaften finden zurzeit im Mehrgenerationenhaus statt. Wegen des Lockdowns sind die Räume dafür zurzeit frei", sagt Daniel Diedrich, Leiter der Freiwilligenagentur. "Wir freuen uns, dass wir auf unerwartete Herausforderungen wie diese dank des überdurchschnittlichen Engagements der Menschen in der Wedemark so schnell und flexibel reagieren können und eine so engagierte hauptamtliche Koordinatorin gefunden zu haben".

 

Für dieses Engagement bedankt sich auch Sandra Scalise: "Allen Lernpaten, die schon vorher lange Jahre aktiv Jugendliche und Kinder unterstützt haben, möchte ich für ihren großen Einsatz danken, und auch allen neuen Lernpatinnen und -paten, die jetzt in dieser schweren Zeit gestartet haben und natürlich auch allen, die sich schon gemeldet haben und noch kein "Match" bekommen haben, weil die Schulform oder der Ort nicht zusammen passte- die Vermittlungen gehen weiter." Ihr ist es auch wichtig, dass die Patinnen und Paten nicht allein sind: "Ich bin erreichbar, wenn es ein Problem mit der Lernpatenschaft gibt und Masken und eine Hygieneübersicht stellen wir auch zur Verfügung". Vor dem Lockdown gab es auch Seminare zur pädagogischen Grundlagenarbeit. "Wir arbeiten gerade an Alternativen, wie Handreichungen oder einem Online-Seminar im Januar", sagt Scalise.

 

Immer noch werden Lernpatinnen und -paten, besonders für die weiterführenden Schulen, gesucht. Bei Interesse kann man sich bei der Freiwilligenagentur melden unter 05130/9744511 oder Opens window for sending emailsandra.scalise(at)wedemark.de

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