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Burgdorf
Sonntag, 29.11.2020 - 21:31 Uhr

Überregionales Interesse am digitalen Stammtisch der FDP zum Thema Wolf

Die deutliche Zunahme des Wolfsbestandes wird nicht nur in Burgdorf, sondern - das hat der jüngst durchgeführte digitale Stammtisch der FDP Burgdorf/Uetze gezeigt - in ganz Niedersachsen kontrovers diskutiert. Seitdem auch Pferde von Wölfen gerissen werden, sind viele Bewohner sehr besorgt. Weidetierhalter stehen vor teils unlösbaren bürokratischen Hürden.

BURGDORF/UETZE

Daher luden die Freien Demokraten zum digitalen Stammtisch mit Hermann Grupe, Sprecher für Landwirtschaft, Forst und Jagd sowie Verbraucherschutz der FDP-Landtagsfraktion sowie dem Berufsschäfer Matthias Abeln ein.

 

Der Einladung waren mehr als 30 partei- und fachübergreifende Teilnehmer gefolgt. Nachdem Grupe und Abeln jeweils aus ihrer Sicht die Herausforderungen durch die Anwesenheit des Wolfes erläuterten, entwickelte sich eine sehr sachliche und fachlich ansprechende Diskussion zwischen den Teilnehmern, in der sowohl weitere Weidetierhalter ihre Erfahrungen teilten, aber auch ein Jäger seine Sorge bezüglich des erheblich steigenden Wolfsbestandes zum Ausdruck brachte. Berufsschäfer Abeln verdeutlichte sehr anschaulich, welche Probleme in der Praxis, bestehen - so würde er gerne an mancher Weidefläche für seine Schafe einen Schutzzaun aufstellen, dieses sei ihm aber aus Naturschutzgründen untersagt.

 

Im Ergebnis waren sich aber grundsätzlich alle Teilnehmer einig, dass es nicht darum gehe, den Wolf vollständig wieder zurückzudrängen beziehungsweise der Population freien Lauf zu lassen, sondern eine Obergrenze des Wolfsbestandes zu vereinbaren und den Jägern Rechtssicherheit bei der Regulierung des Bestandes zu geben.

 

Weiter waren die Teilnehmer sich einig, dass der Gesprächsfaden zwischen den "Wolfsgegnern" und "Wolfsbefürwortern" nicht abreißen dürfe und ein sachlicher Austausch immer möglich sein müsse.

 

Wie aktuell das Thema Wolf in den Ortschaften ist, zeigte sich während des Stammtisches der Freien Demokraten: Ein Teilnehmer musste aufgrund einer Wolfssichtung den Stammtisch früher verlassen. 

 

Die Freien Demokraten sehen sich nach dem digitalen Stammtisch in ihrer Haltung bestärkt, dieses Thema "weiterhin aktiv und sachgerecht zu begleiten" und freuen sich über interessierte Bürger, die an Lösungen mitarbeiten möchten.

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