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Region Hannover
Dienstag, 17.11.2020 - 17:53 Uhr

Die Liberalen Senioren sagen Nein zum "Fahrschein gegen Führerschein"

Manfred Kobusch, Vorsitzender der Liberalen Senioren Region Hannover, will nicht auf das Auto verzichten.Aufn.:

REGION

"Fahrschein gegen Führerschein" - darüber wird in der Regionsversammlung nachgedacht. Dieses Thema hatten die Liberalen Senioren (LiS) schon vor einem Jahr im Regionsvorstand der FDP diskutiert, wie sich Manfred Kobusch, Vorsitzender der Liberalen Senioren (Opens external link in new windowwww.liberale-senioren-rg-hannover.de), erinnert.

 

Die Liberalen Senioren haben ihn mehrheitlich abgelehnt. "Heute ist es wieder ein Vorschlag von Jugendlichen, diesmal vom Politikprojekt 'Pimp your town', und jetzt machten CDU und SPD daraus einen Antrag in der Regionsversammlung. Wer als Rentner seinen Führerschein abgibt, erhält ab 2021 eine für ein Jahr gültige Seniorennetzkarte für Üstra und Regiobus. Was für ein Tausch!? Was haben die Jugendlichen gegen die ältere Generation? Denken sie, die Senioren beherrschen das Autofahren nicht mehr? Wer möchte, kann am Fahrsicherheitstrainings teilnehmen, das LiS mit dem ADAC anbietet", so Kobusch.

 

"Kürzlich stand ich mittags in Großburgwedel und wollte mit dem Bus nach Neuwarmbüchen zurückfahren. Ich musste feststellen, dass ich zur Mittagszeit zwei Stunden auf den nächsten Bus warten musste. Und auf ein Taxi hätte ich mehr als eine halbe Stunde warten müssen", sagte Manfred Kobusch. Mit dem eigenen Auto dauert die Fahrt zehn Minuten, "und das trotz Tempo 30, die Geschwindigkeit, die jetzt überall präferiert wird", so Kubusch.

 

An der Endhaltestelle in Altwarmbüchen fahre mittags der Bus auch nur stündlich. Dort könne der Fahrgast sich die Wartezeit mit ein paar Drinks im nahen Kiosk vertreiben. "Beispiele dieser Art gibt es bestimmt in allen Gegenden der Region", urteilt der Vorsitzende.

 

"Warum CDU und SPD dieses Thema bereitwillig aufgegriffen haben, ist doch klar: Nach Ende der Berufstätigkeit steigen die Menschen häufiger ins Auto, weil das tägliche Pendeln mit Bus und Bahn zur Arbeitsstelle entfällt. Und diesen Trend will die Region umkehren, damit nicht noch mehr Fahrgäste dem ÖPNV abhandenkommen", urteilt Kobusch.

 

Die Region sollte aber auch bedenken, dass die Landbevölkerung ihre Einkäufe oft in der nächsten Ortschaft erledigen muss. "Wenn ich dann mit drei Einkaufstüten und zwei Großpackungen Toilettenpapier in den vollbesetzten Bus einsteige, bin ich dort ein gerne gesehener Fahrgast, besonders bei Regenwetter, von meiner Mühsal ganz zu schweigen", beschreibt Kobusch die Realität.

 

"Wie froh waren doch viele junge Leute damals, als sie vor vielen Jahren ihr erstes Auto bekamen. Sie waren unabhängig vom ÖPNV, konnten zu jeder Tages- und Nachtzeit fahren und kamen außerdem ansteckungsfrei zur Arbeit. Und jetzt wollen SPD und CDU dieses wieder nehmen? Nie und nimmer", sagt Kobusch dazu.

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