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Wedemark
Mittwoch, 28.10.2020 - 17:09 Uhr

Appell an die Männer: "Gesundheitsbewusstsein ist wichtiger denn je"

Internationaler Weltmännertag am 3. November

WEDEMARK

Seit 2000 gibt es den Internationalen Weltmännertag, der unter der Schirmherrschaft von Michail Gorbatschow ins Leben gerufen wurde. Jedes Jahr wird der 3. November genutzt, um einen bewussten Fokus auf das Thema Männergesundheit und vor allem Gesundheitsvorsorge zu legen.

 

"Männer sterben im Durchschnitt fünf Jahre früher als Frauen. Bei vielen Erkrankungen sind sie gegenüber Frauen deutlich benachteiligt", berichtet die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wedemark, Silke Steffen-Beck. "Leider spielt die Gesundheit für viele Männer eine untergeordnete Rolle und das macht die Ausgangslage in einer Pandemie nicht besser", ergänzt sie.

 

Statistiken belegen, dass Männer häufig körperliche Warnsignale missachten und der Gang zum Arzt oftmals als Eingeständnis von Schwäche gewertet wird. Männer nehmen Gesundheitsrisiken in Kauf, um ihrer Rolle im Beruf und Privatleben gerecht zu werden. Als Folge werden ernste Erkrankungen daher häufig erst spät und nicht selten zu spät festgestellt.

 

Männer sind von Grunderkrankungen, wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes häufiger als Frauen betroffen, ihr Sterberisiko ist damit deutlich höher. Dass es unter Männern dann auch  noch mehr Raucher gibt, erhöht für sie Risiko noch mehr. Ältere Männer oder Männer mit niedrigem Einkommen sind laut Statistischem Bundesamt und Stiftung Männergesundheit besonders gefährdet.

 

In der jetzigen Pandemie wirkt sich das noch gravierender aus als zu normalen Zeiten. So hat Global Action on Men`s Health bereits im Mai 2020 in einem "Aufruf zum Handeln" die Sorge geäußert, dass die Auswirkungen von Covid-19 auf die Beschäftigung sowie durch Sperren verursachte psychische Belastungen bei Männern zu mehr Isolation, Alkoholmissbrauch, zwanghaftem Glücksspiel, Depressionen, Angstzuständen und Selbstmord führen. "Ziemlich wahrscheinlich wird von einer Vielzahl von Männern derzeit die medizinische Hilfe bei schwerwiegender Erkrankung noch einmal mehr hinausgezögert" äußert sich Steffen-Beck besorgt.

 

"Ich möchte die Männer motivieren, mehr Verantwortung für ihre eigene Gesundheit zu übernehmen und Vorsorge zu betreiben. Hilfe bei Angst, Sucht und Depression in Anspruch zu nehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke und Verantwortung" appelliert die Gleichstellungsbeauftragte.

 

Für weitere Informationen zu Anlaufstellen beziehungsweise Ansprechpartner ist die Gleichstellungsbeauftragte Silke Steffen-Beck per Mail an Opens window for sending emailSilke.Steffen-Beck(at)Wedemark.de oder telefonisch unter 05130/581248 zu erreichen. Es kann auch ein vertrauliches Gespräch verabredet werden.

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