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Burgdorf
Freitag, 25.09.2020 - 15:40 Uhr

Doris Schröder-Köpf virtuell zu Gast beim Nachbarschaftstreff am Ostlandring in Burgdorf

Begegnungsreihe "Wir leben zusammen"

Aufn.:

BURGDORF

Es war ein Besuch der etwas anderen Art und doch in Corona-Zeiten nichts Ungewöhnliches mehr: Zugeschaltet über einen PC war Niedersachsens Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, am Dienstag, 22. September 2020, beim Nachbarschaftstreff in Burgdorf zu Besuch. Gesundheitliche Gründe ließen ein Vor-Ort-Erscheinen nicht zu. Dennoch nutzte Schröder-Köpf die Gelegenheit zum ausgiebigen persönlichen Austausch mit einigen zugewanderten Bewohnern des Ostlandrings. Vor Ort begleitet wurde Schröder-Köpf von ihrer Kollegin und hiesigen Landtagsabgeordneten Thordies Hanisch. Auch sie nahm sich unter Einhaltung der Abstandsregeln viel Zeit für persönliche Gespräche.

 

Die nicht-öffentliche Veranstaltung fand im Rahmen der Begegnungsreihe "Wir leben zusammen" statt, die Schröder-Köpf als Landesbeauftragte gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) für soziale Brennpunkte e.V. ins Leben gerufen hat. Wegen der Corona-Pandemie musste das ursprünglich für April im Nachbarschaftstreff geplante Begegnungsfest abgesagt werden.

 

Umso mehr freute sich die Landesbeauftragte nun über den wenn auch nur virtuellen Dialog mit den Burgdorfer Familien: "Das waren für mich sehr bereichernde Gespräche darüber, was für die Integration und das Miteinander vor Ort wirklich wichtig ist." Neben konkreten Hilfen beim Zugang zu Sprache, Bildung und Beruf seien dies vor allem auch Möglichkeiten, andere Bewohnerinnen und Bewohner und die hiesige Alltagskultur kennenzulernen.

 

"Deshalb ist der Nachbarschaftstreff in Burgdorf eine so wichtige soziale Einrichtung, der Zugewanderten wie auch Alteingesessenen eine ganze Menge bietet: vom interkulturellen Erzählcafé über Mutter-Kind-Angebote und eine Fahrradwerkstatt bis hin zur Polizeisprechstunde. Burgdorf kann stolz auf diese Institution sein."

 

Auch Thordies Hanisch fand anerkennende Worte: "Die Arbeit des Nachbarschaftstreffs ist großartig und der Inbegriff von sozialer Stadtteilarbeit und Integration. Es ist unglaublich, wie Menschen trotz aller persönlichen Herausforderungen in den Angeboten wie Café International und Frühstücke oder Kinderangebote unsere Sprache quasi im alltäglichen Umgang miteinander gelernt haben."

 

Die LAG soziale Brennpunkte ist mit dem Nachbarschaftstreff und vielen ähnlichen Initiativen in Niedersachsen im engen Austausch. "Immer wieder sehen wir, dass dort, wo es gute Strukturen und Angebote der Gemeinwesenarbeit gibt wie hier am Ostlandring, Integration, Verständigung und auch die gegenseitige Unterstützung in Krisen besser gelingt", bestätigt LAG-Mitarbeiterin Britta Kreuzer die Bedeutung des Nachbarschaftstreffs.

 

Wie für viele soziale Einrichtungen veränderte die Pandemie die Burgdorfer Begegnungs- und Integrationsarbeit spürbar und machte erfinderisch. Dennoch stellt die Leiterin Marion Jakobi fest: "Das Miteinander und Füreinander-da-sein ist auch in diesen Zeiten das wichtigste Element, um Kontakte auf- und Hürden zwischen den Menschen abzubauen." Mitarbeiterin Claudia Ohnesorge ergänzte: "Unseren BesucherInnen ist es wichtig, sich für ihre Umgebung zu engagieren und aktiv für Integration und ein gutes Miteinander einzutreten. Ich denke, auch diese Botschaft kam an diesem Nachmittag mit Frau Schröder-Köpf und Frau Hanisch zum Vorschein."

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