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Mittwoch, 02.09.2020 - 18:20 Uhr

5. Mess- und Zählaktion von BIOS: Der Lärmpegel ist höher als vor einem Jahr

Bei der Durchfahrt dieser S-Bahn hielt Ute Klapproth einen Lärmpegelwert von 79,2 dB(A) fest.Aufn.: Georg Bosse

OTZE

Im April 2016 wurde die "Bürgerinitiative Otze Schiene" (BIOS) gegründet. Ziel der ehrenamtlich Engagierten ist es, die negativen Folgen der von der Deutschen Bundesbahn (DB) geplanten Alpha E-Trasse für die Otzer Anwohner so gering wie möglich zu halten. Im Zeitraum Montag, 1. September, bis heute, Dienstag, 2. September 2020, wurde am Bahnhof die inzwischen 5. Mess- und Zählaktion durchgeführt.

 

Die Schnellauswertung lässt BIOS-Sprecher Arnim Goldbach folgendes vorläufiges Fazit ziehen: "Der Lärmpegel ist höher als vor einem Jahr. Das ist ein Problem, da ja Ende 2020 nach Schienenlärmschutzgesetz eigentlich keine lauten Züge auf deutschen Schienen fahren oder durch Temporeduzierung nicht laut fahren dürften. Diese Entwicklung ist für mich durchaus kritisch zu sehen und sollte eigentlich in die andere Richtung gegangen sein. Immerhin behauptet die DB, bereits etwa 90 Prozent ihrer Waggons auf leise Laufwerke umgerüstet oder neue angeschafft zu haben. Aber die DB hat ja nur einen Anteil von einem Drittel am Gesamtgüterverkehrsaufkommen in Deutschland. Ein Drittel sind ausländische Betreiber und ein Drittel Privatbahnen."

 

Die BIOS-Teams zählten im Aktionszeitraum Durchfahrten von 127 Güterzügen, 73 S-Bahnen und zwei Metronomzügen. Dabei wurde ein durchschnittlicher Lärmpegel von 89,0 dB(A) gemessen. Darunter waren relativ viele "Mischzüge" mit lauten und leisen Waggons. Der Durchschnittswert allein bei den Güterzügen betrug 94,8 dB(A). "Solche Werte brennen uns natürlich unter den Nägeln", kommentierte Arnim Goldbach.

 

Die Schrankenschließzeit pro durchfahrenden Zug betrug durchschnittlich 1:37 Minuten. Im gesamten Mess- und Zählzeitraum blieben die Schranken alles in allem 5:25 Stunden unten. "Bei diesen Standzeiten möchte ich mir nicht ausmalen, sollte mal ein Notarztwagen zur Kita, Grundschule oder auf die Sportanlagen gerufen werden", sagte Ute Klapproth.

 

Insgesamt querten 1.999 motorisierte Fahrzeuge, 417 Radler und 348 Fußgänger den Bahnübergang. "Die hohen Schließzeiten mit recht hohen Querungen bleiben ein wichtiges Problem für uns", so Goldbach.

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