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Sonnabend, 29.08.2020 - 08:24 Uhr

Landtagsabgeordnete Thordies Hanisch: "Wolfsrisse in der Region führen zu dringendem Handlungsbedarf"

BURGDORF/LEHRTE/EUTZE

Inzwischen gibt es innerhalb kürzester Zeit drei Übergriffe von Wölfen auf Pferde in Lehrte, Burgdorf und Uetze. Dabei wurden zwei Ponys vom Wolf getötet. "Diese Anzahl von Angriffen auf Pferde zeigt, dass es sich um ein auffälliges Verhalten bei den Wölfen handelt, die in der Regel bedeutend weniger Pferde und Rinder angreifen. Daher muss dringend eine Entnahme des Wolfes geprüft werden", so die SPD-Landtagsabgeordnete Thordies Hanisch in einer Pressemitteilung.

 

Für eine Entnahme müssen die geschädigten Pferdehalter einen Entnahmeantrag bei der Region Hannover stellen. Diese prüft den Sachverhalt, beispielsweise ob es sich tatsächlich um Wölfe aus dem gleichen Rudel gehandelt hat. Das Umweltministerium hat bereits zu Beginn der Woche eine Überprüfung des genetischen Materials veranlasst, um die Tiere zu identifizieren.

 

Auf Landesebene werde derzeit die Niedersächsische Wolfsverordnung erarbeitet. Mit dieser solle beispielsweise der zumutbare Herdenschutz wie Zaunhöhen differenzierter geregelt werden und auch welche Personen verletzte Tiere vor Ort erlösen dürfen. Daneben werden Maßnahmen und Zuständigkeiten zu Vergrämung und Entnahme einzelner auffälliger Tiere definiert. Das ist wichtig, damit ein mögliches Fehlverhalten nicht an die nächsten Generationen weitergegeben wird, so die Landtagsabgeordnete.

 

Angesichts der insgesamt immer weiter zunehmenden Zahl von Wölfen meint Hanisch: "In Deutschland braucht es dringend eine verbindliche Regelung ,bei welcher Zahl von Tieren der von der EU vorgegebene 'günstige Erhaltungszustand' erreicht ist".

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