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Burgdorf
Sonntag, 23.08.2020 - 11:17 Uhr

"Besuch" in der Magdalenenkapelle

Christoph Hempel bei seiner Laudatio über Lune Ndiaye vor der MagdalernenkapelleAufn.: Schorr

BURGDORF

Der Kulturverein Scena hat seine neue Kunstausstellung in der Magdalenenkapelle auf dem alten Burgdorfer Friedhof eröffnet - diesmal sogar mit einer Vernissage, für die Scena ein eigenes Sicherheitskonzept erarbeitet und mit der Stadt abgestimmt hat.

 

"Besuch" steht als Überschrift über den zum Teil wandfüllenden Bildern des aus dem Senegal stammenden Malers Lune Ndiaye. Der Künstler kam über Stationen in West- und Nordafrika und Spanien und schließlich nach Deutschland und Hannover, wo er seit 2005 mit seiner Familie lebt und arbeitet. "Wir wurden über einen Zeitungsartikel auf Lune aufmerksam und haben uns dann gleich mit ihm in Verbindung gesetzt" sagt Michael Polte, der bei Scena die Kunst-Aktivitäten in der Magdalenenkapelle leitet.

 

In der Ausstellung sind einerseits Bilder zu sehen, die mit ihrer als "Sablage" bezeichneten Sandttechnik die afrikanische Kultur und Kunstauffassung spiegeln. Es sind farbenfrohe Szenen von Menschenprozessionen auf erdig-sandigem Hintergrund, oft mit einem mystischen Hintergrund, etwa bei der Prozession um den Baobab, den heiligen Baum. In jüngster Zeit hat sich Lune Ndiaye mehr der Acryl-Spachteltechnik verschrieben, wobei seine Figuren abstrakter gefasst sind. "Unsere Trennung der 'Kunst' vom Kunsthandwerk gibt es in Afrika so nicht. Kunst will hier nicht die Wirklichkeit abbilden, sie ist vielmehr mystischer Bestandteil des täglichen Lebens", sagte Christoph Hempel in seiner Einführung. In diesem Sinne betont Lune Ndiaye "Meine Bilder sind eine Botschaft für den Frieden, den Respekt und das friedliche Zusammenleben mit der Natur und zwischen den Kulturen."

 

Die Ausstellung ist bis zum 11. Oktober jeweils sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen, zum Kunstmarkt von 13 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

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