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Lehrte
Montag, 03.08.2020 - 17:15 Uhr

Asbest: Feuerwehrkräfte, Fahrzeuge und Geräte wurden bei Einsatz kontaminiert

Unter Atemschutz und den entsprechenden Atemluftflaschen auf dem Rücken sind die Brandbekämpfer vor Giften in der Luft geschützt. Nicht alle Brandbekämpfer waren jedoch unter Atemschutz im Einsatz und liefen so Gefahr, die gefährlichen Asbestfasern einzuatmen.Aufn.: Bastian Kroll

HäMELERWALD

Bei dem Feuerwehreinsatz in der Nacht auf den heutigen Montag, 3. August 2020, auf dem Gut Schierke in Hämelerwald sind die Feuerwehrkräfte, ihre Schutzkleidung wie auch alle Gerätschaften wie Schläuche, Amaturen und Fahrzeuge vermutlich durch Asbest kontaminiert worden.

 

Wie Lilian Appel, Sprecherin der Stadt Lehrte, auf Anfrage bestätigt, befand sich Asbest an dem Brandobjekt. Asbest ist nachgewiesenermaßen krebserregend und seit 1. Januar 1993 daher die Herstellung und Verwendung des Stoffes verboten. Aufgrund seiner karzinogenität müssen nun die bei der Brandbekämpfung vorgehaltenen Geräte und Fahrzeuge von dem Stoff befreit werden.

 

"Fahrzeuge, Gerätschaften und die Einsatzkleidung der Kameradinnen und Kameraden müssen speziell gereinigt werden", so die Stadtsprecherin. So soll verhindert werden, dass sich der Stoff in den Feuerwehrhäusern oder von den Fahrzeugen auf bereits gereinigte Einsatzkleidung der Feuerwehrkräfte weiter verteilt und so zu einer weiteren Gesundheitsgefährdung der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte führt.

 

Aufgrund der momentan laufenden Aufnahme aller Daten teilt Lilian Appel mit: "Wie der genaue Umfang dieser Arbeiten aussehen wird, ist aktuell noch nicht abschätzbar."

 

Rund 120 Einsatzkräfte von insgesamt acht Feuerwehren, darunter sieben Lehrter Ortsfeuerwehren, waren nach Angaben der Feuerwehr im Einsatz. Inwieweit und wie viele Einsatzkräfte mit dem gefährlichen Stoff in Berührung kamen beziehungsweise diesen eingeatmet haben könnten, ist derzeit noch nicht bekannt. Was die Fürsorge der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte angeht, sei die Stadt Lehrte gerade dabei, auch diese Gefahren zu beurteilen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Einsatzkräfte einzuleiten.

 

Lilian Appel betont in diesem Zusammenhang, dass der Brandschutz im Stadtgebiet weiterhin sichergestellt sei. Zwar seien "einige Ortsfeuerwehren aktuell nicht vollständig einsatzbereit", doch "der Brandschutz ist aber auch in diesen Wehren durch organisatorische Maßnahmen sichergestellt", erklärt sie.

 

Wie berichtet war es aus unbekannter Ursache in der Nacht auf den heutigen Montag zu einem Feuer in einem der Gebäude auf dem Gut gekommen. Personen oder Tiere sollen nicht zu Schaden gekommen sein. Ein mehr als 100 Jahre altes Fachwerk-Gebäude, das in den 1960er Jahren umgebaut wurde, ist dabei komplett ausgebrannt.

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