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Uetze
Mittwoch, 27.05.2020 - 17:45 Uhr

Uetzer Grüne sehen weitere Belastung Hänigsens durch Lkw mit Salzwasser

Aufn.:

HäNIGSEN

Wie Georg Beu, Fraktionssprecher im Uetzer Gemeinderat für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, mitteilt, hat "das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) ohne Beteiligung der betroffenen Gemeinden Wathlingen und Uetze beschlossen: Das ehemalige Bergwerk Niedersachsen-Riedel kann mit Halden- und Produktionswässern von anderen K+S-Standorten geflutet werden."

 

"Das bedeutet für die betroffenen Ortschaften zusätzlichen massiven Lkw-Verkehr, der zu der Anlieferung von Abfällen zur geplanten Kalihaldendeponie Wathlingen noch hinzukommt. Wie viel Salzwasser täglich mit 20-Tonnen-Tanklastern durch die Dörfer rollen werden, verschweigen K+S und das LBEG. Im Gespräch sind Lieferungen aus Lehrte, Sehnde und Giesen", so Beu.

 

Derzeit werden nach seinen Angaben in die Grube Friedrichshall (Sehnde) jährlich 3,3 Millionen Kubikmeter Produktionsabwässer, vor allem aus dem Werk Werra in Hessen, versenkt. "Sollte diese Menge nach Niedersachsen-Riedel transportiert werden, dürften die Tanklastfahrten für die Flutung die täglichen durchschnittlich 200 Lkw-Fahrten für die Haldenabdeckung bei weitem übertreffen. Für die geplante Entsorgung dieser Wässer im Bergwerk Wunstorf-Bokeloh ist jedenfalls noch gar keine Genehmigung in Sicht", erklärt er.

 

Aus diesem Grund habe die Fraktion der Grünen im Uetzer Gemeinderat beim Bürgermeister nachgefragt, wie sicher die angebliche Zusage von K+S ist, dass der Lkw-Verkehr für die Anlieferung von Salzwässern zum Bergwerk Niedersachsen-Riedel nicht durch die Ortschaft Hänigsen, sondern über die Bundestraßen 3 und 214 nach Wathlingen fahren wird. "Wenn Hänigsen von den Tanklastzügen tatsächlich nicht durchfahren werden soll, müsste der Gemeinde Uetze eine entsprechende schriftliche Verpflichtung der Firma K+S vorliegen", stellt Fraktionssprecher Georg Beu fest. "Bürgermeister Backeberg hat auf die Anfrage mitgeteilt, dass es eine schriftliche Zusage nicht gibt", so Beu. "Tatsächlich handelt es sich also um eine wertlose Absichtserklärung des Bergbaukonzerns", stellt er fest.

 

"Was von (sogar schriftlichen) Erklärungen der K+S AG zu halten ist, lehrt die Vergangenheit. Der Konzern hat im Jahr 2008 in einem Flyer erklärt, die durch eine Abdeckung der Wathlinger Kalirückstandshalde entstehende Belästigung der Anwohner in Wathlingen und Hänigsen durch den Schwerlastverkehr wäre ungelöst. Jetzt soll der Bevölkerung aber womöglich sogar eine mehrfache zusätzliche Verkehrsbelastung zugemutet werden", empört sich Georg Beu.

 

"Wer die Belastung von Menschen und Umwelt durch den vielen Verkehr vermeiden und eine nachhaltige Lösung für die Haldenaltlast will, muss sich für die Verbringung der Kalihalde ins Bergwerk starkmachen", erklärt Georg Beu.

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