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Lehrte
Mittwoch, 06.05.2020 - 18:15 Uhr

Städtische Galerie ist wieder geöffnet

Franz Belting, 1944, Altes Kastell bei Patras, AquarellAufn.:

LEHRTE

Aufgrund der Schließung im Zuge des Schutzes vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus musste die Ausstellungsplanung der Städtischen Galerie Lehrte, Alte Schlosserei 1, verändert werden. Kurzfristig wird eine Ausstellung zum Thema "Landschaft" aus der Sammlung der Stadt Lehrte gezeigt. Diese ist voraussichtlich bis zum 21. Juni zu sehen. Die ursprünglich für den Zeitraum vorgesehene Ausstellung "once/again" von Dorthe Goeden soll noch in diesem Jahr gezeigt werden. Die Planungen dazu laufen noch, wie die Städtische Galerie mitteilt.

 

In der derzeit gezeigten Ausstellung werden Arbeiten von Franz Belting (1908 - 2010) und Alfred Mävers (1903 -1982) präsentiert, die beide aus Lehrte stammen. Sie schufen jeweils ein umfangreiches künstlerisches Werk, auch wenn sie ihren Lebensunterhalt in anderen Berufen verdienen mussten. Alfred Mävers präsentierte von 1922 bis 1926 regelmäßig seine Arbeiten in den Ausstellungen des Kunstvereins Hannover, wo auch Franz Belting 1930 erstmals auf der "Großen Frühjahrsausstellung" vertreten war.

 

Stilistisch verfolgten beide Künstler unterschiedliche Richtungen. Franz Belting, der bereits in frühen Werken abstrakte Tendenzen zeigte, wandte sich in den 1930er und 1940er Jahren zunächst wieder naturalistischen Darstellungen zu, was angesichts der politischen Umstände nicht ungewöhnlich war. Ab den 1950er Jahren setzte eine erneute intensive Auseinandersetzung mit der Abstraktion ein, die ihm in späteren Jahren überregionale Anerkennung und Ehrungen für sein Werk einbrachte.

 

Alfred Mävers experimentierte ebenfalls mit modernen Techniken, etwa der Collage, in seinem Frühwerk. Sein Hauptinteresse galt jedoch der Malerei, die er mit expressionistischer Farbigkeit und impressionistischen Einflüssen in eigenständiger Form bis an sein Lebensende fortführte. Dabei blieb ein Bezug zur Realität stets bestehen.

 

Die Ausstellung beschränkt sich auf Landschaftsdarstellungen der 1940er bis 1970er Jahre, ein Thema, das von beiden Künstlern in unterschiedlicher Technik und unter verschiedenen Voraussetzungen bearbeitet wurde. Werke beider Künstler, die der sogenannten "verlorenen Generation" angehören, werden erstmals gemeinsam präsentiert.

 

Die Ausstellung kann zu den regelmäßigen Öffnungszeiten ohne Voranmeldung besucht werden. Beim Ausstellungsbesuch ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Maximal dürfen sich 19 Personen gleichzeitig in der Galerie aufhalten.

 

Die Öffnungszeiten sind Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Am 21. Mai und 31. Mai 2020 ist die Galerie geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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