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Mittwoch, 22.04.2020 - 18:26 Uhr

Regions-CDU: "Ausbau der P+R Anlage in Dedenhausen ist zwingend notwendig"

DEDENHAUSEN

"Die P+R Anlage am Bahnhof Dedenhausen ist seit geraumer Zeit zu klein. Ein Ausbau dieser Anlage ist zwingend geboten. Wenn wir die Verkehrswende schaffen wollen, müssen wir schneller und effektiver werden. Für die P+R Anlage in Dedenhausen kann es nur heißen: großzügiger Ausbau, damit möglichst viele Parkplätze geschaffen werden und in Zukunft genug Parkraum für alle da ist", erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion Region Hannover und Lehrter Abgeordnete Bernward Schlossarek.

 

Die Beantwortung meiner Anfrage aus März 2020 zur P+R Situation in Dedenhausen hat ergeben, dass werktags nahezu alle 113 PKW Stellplätze belegt sind. Die Anlage ist an ihre Kapazitätsgrenze gekommen. Auch die Gemeinde Uetze und die Region sehen Bedarf für eine Erweiterung.

 

Die Stellplatzanzahl soll mit einer ebenerdigen Anlage vergrößert werden. Einen konkreten Zeitplan zu dem Projekt gibt es noch nicht. Dies ist zunächst abhängig vom Grunderwerb. Ebenso wird die Aufstellung eines B-Plans notwendig. Pro Stellplatz kann mit Kosten von etwa 6000 Euro (brutto) für Baukosten inklusive Grunderwerb ausgegangen werden.

 

Jedoch habe die Verwaltung der Region Hannover zunächst das Ziel, die P+R Anlage im benachbarten Dollbergen auszubauen und zu überprüfen, ob es dadurch Verlagerungen gibt. "Ich sage ganz klar, das eine tun und das andere nicht lassen. Warum werden nicht zeitnah beide Anlagen parallel erweitert? Die Region Hannover braucht deutlich mehr P+R Anlagen, das zeigen alle relevanten Zahlen. Schon jetzt hat der Großteil der P+R Anlagen in der Region Hannover eine Auslastung von nahezu 100 Prozent, und der Druck auf die Umlandkommunen wird stärker", so Schlossarek.

 

"Dass die Regionsverwaltung Gespräche mit der Gemeinde Uetze über mögliche zusätzliche P+R Flächen führt, ist zu begrüßen", erklärt er. Hier wurden bereits erste Gespräche mit den Eigentümern geführt. Die Region Hannover würde im Rahmen des Ausbauprojektes die Grunderwerbskosten übernehmen und dann die P+R Entwicklung der Fläche angehen.

 

Zuständig für das Bauen dieser P+R Anlagen ist die Region Hannover als Aufgabenträger für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Diese Infrastrukturprojekte werden meist mit Hilfe von Fördermitteln umgesetzt. Die Mehrzahl dieser Projekte bei der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) werden über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beantragt. Aus Sicht der Verwaltung wäre eine Überarbeitung dieses Gesetzes wünschenswert, um verstärkt Angebotsplanung betreiben zu können und durch hohe Qualität und Quantität Anreize zum Umstieg auf den ÖPNV zu schaffen.

 

"Ich begrüße es, dass die Verwaltung endlich erste Gespräche mit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen geführt und ihren Standpunkt hinsichtlich der angebotsorientierten Förderung statt der bisher üblichen nachfrageorientierten Vorgehensweise für P+R- und B+R Anlagen verdeutlicht hat", so Schlossarek.

 

Die P+R Anlage am Bahnhof Dedenhausen stehe exemplarisch für die Situation in vielen Gebieten der Region. "Die Parkplätze reichen nicht aus. P+R Anlagen müssen groß gedacht werden und die Bauprojekte müssen schneller umgesetzt werden. Sonst funktioniert das nicht mit der Verkehrswende und somit auch nicht mit dem Erreichen unserer Klimaschutzziele", so Schlossarek abschließend.

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