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Montag, 09.03.2020 - 19:29 Uhr

Musikalische Lesung über Hermann Löns in Immensen

Buchautor Heinrich Thies (links) wird von Musiker Johnny Groffmann mit der Gitarre wie auch dem Klavier begleitet.Aufn.:

Der Buchautor Heinrich Thies lässt Lisa und Hermann Löns am kommenden Sonnabend, 14. März 2020, in der Immenser Kirche lebendig werden - musikalisch begleitet von Johnny Groffmann.

IMMENSEN

"Hermann Löns, die Heide brennt." Diesen Spruch kennt fast jeder. Weniger bekannt ist, wer Hermann Löns wirklich war. Und noch unbekannter als der sogenannte Heidedichter, nach dem mehr als 600 Straßen benannt sind, ist seine zweite Frau Lisa. Der Journalist und Schriftsteller Heinrich Thies hat beide in einem Buch porträtiert: "Mein Herz gib wieder her", lautet der Titel. Es geht um die Lebensgeschichte eines berühmten, aber ungleichen Paares.

 

Am kommenden Sonnabend, 14. März 2020, ab 18 Uhr stellt Thies auf Einladung des Fördervereins der Kirchengemeinde Immensen e.V. seine vielbeachtete Romanbiografie über den Heidedichter und seine Frau in der St.-Antonius-Kirche in Immensen auf Einladung des Fördervereins der Kirchengemeinde vor - gemeinsam mit dem Musiker Johnny Groffmann, der einige Löns-Gedichte auf ungewohnte Art vertont hat und auch sonst musikalische Akzente setzt. "Die Wacht am Rhein" wird bei dieser Löns-Revue ebenso erklingen wie Stücke von Mozart und Chopin. Klavier, Gitarre und Gesang werden somit eine Lesung begleiten, die nicht nur nachdenklich stimmt, sondern auch unterhält.

 

Die Lesung richtet sich nicht nur an Löns-Verehrer. Im Mittelpunkt steht die Geschichte eines Ehepaares, das unterschiedlicher kaum sein könnte: Auf der einen Seite der Macho und Kriegsfreiwillige Hermann Löns, auf der anderen Seite die Frauenrechtlerin und Pazifistin Lisa Hausmann-Löns.

 

Erstmals hat Thies in einer Doppelbiografie mit wechselnden Perspektiven die Frau beleuchtet, die bisher im Schatten von Hermann Löns stand. Dabei wird deutlich, dass Lisa Löns eigene Novellen geschrieben, Romane aus dem Englischen übersetzt, den Nachlass ihres Mannes verwaltet und trotzdem zu ihren pazifistischen Grundüberzeugungen gestanden hat. Vor allem aber hatte sie sich um ihren körperlich und geistig behinderten Sohn Dettmer zu kümmern, der auch das Kind von Hermann Löns war.

 

Auch auf den Heidedichter wirft die Romanbiografie von Thies ein neues Licht. Sie zeigt, dass Löns nicht nur romantische Heidelieder geschrieben hat. In einem seiner Gedichte aus jungen Jahren zum Beispiel heißt es: "Jetzt hab‘ ich satt den schlappen Singsang Von Liebe, Triebe, Weh und Ach…".

 

Auch seine seelischen Krisen spiegeln sich in manchen Gedichten wider. Die musikalische Lesung in der Kirche hält also manche Überraschung bereit.

 

Der Eintritt beträgt 10 Euro. Karten sind an der Abendkasse erhältlich. 

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