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Uetze
Dienstag, 03.03.2020 - 08:34 Uhr

Junge Union Uetze erarbeitet Ideenpapier zum Thema Mobilität in der Gemeinde

UETZE

Mehr Züge, Ausbau der Parkflächen an Bahnhöfen, Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und mehr Fahrradwege. Sie wollen die Verkehrswende vor Ort aktiv mitgestalten, mit dieser Vorstellung sind die Mitglieder der Jungen Union Uetze in eine Ideenfindung gestartet.

 

Weil sie selbst nach Hannover zur Arbeit, zur Uni oder in die Schule pendeln, oder am Wochenende und in der Freizeit mit dem Zug in die Landeshauptstadt fahren, haben die jungen Uetzer die Erfahrung gemacht, dass sie sich zu Stoßzeiten des Öfteren in volle Züge quetschen oder in Hannover eine Stunde auf den darauffolgenden Zug warten müssen. "Unter diesen Umständen macht man es den Einwohnern der Region nicht attraktiv, das Auto stehen zu lassen und mit dem Zug zur Arbeit zu fahren", so die stellvertretende Vorsitzende Victoria Fricke. Pendeln sei anstrengend, ob im Stau zu stehen oder im Gang des Zuges, aber wenn ausreichend Sitzplätze zur Verfügung stünden, könne man die Zugfahrt als hinzugewonnene Freizeit sehen und lesen, Filme schauen oder entspannen.

 

Die Idee der Mitglieder der Jungen Union Uetze ist es deshalb, dass der RE30 zwischen Wolfsburg und Hannover zu den morgendlichen und nachmittäglichen Pendelzeiten höher frequentiert wird. So solle konkret zwischen sechs und acht Uhr jeweils ein dritter Zug pro Stunde in Richtung Hannover fahren. Zudem sollen zwischen 14 und 17 Uhr zusätzliche Züge Richtung Heimat eingesetzt werden.

 

Sollte dies an der aktuell prekären Auslastung des hannoverschen Hauptbahnhofs scheitern, müsste ein zusätzlicher Waggon an die vorhandenen Züge gehängt werden. Hierfür muss eine Verlängerung der Bahnsteige in den Dörfern geprüft und gegebenenfalls angeschoben werden.

 

Zudem sei auffällig, dass viele die "letzte Meile" zwischen Wohnung und Bahnhof mit dem Auto zurücklegen, weil ein kostendeckender ÖPNV nicht möglich ist. Die Junge Union Uetze begrüßt deshalb den Ausbau der Park-and-Ride-Anlage an Bahnhof in Dollbergen und wünscht sich Ähnliches auch am Standort Dedenhausen, wo die Parkplatzsituation nach wie vor angespannt ist. Vorschläge für die Ausgestaltung der Parkflächen in Dedenhausen können dem Papier der Jungen Union ebenfalls entnommen werden. Da auch die Elektromobilität einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz beitragen kann, fordert der Vorsitzende Janik Ricke darüber hinaus öffentlich zugängliche Ladesäulen innerhalb der Gemeinde Uetze. Diese könnten im ersten Schritt an den neuen Parkflächen der Bahnhöfe installiert werden. Vorschläge für die benötigte Ladeleistungen werden ebenfalls gemacht.

 

Um den Autoverkehr nachhaltig zu reduzieren, wird auch auf den Ausbau von Radwegen hingewiesen. Gerade die Anbindung an die Nachbarkommunen würde durch einen Radweg von Hänigsen nach Dachtmissen sowie eine Verbindung von Hänigsen in Richtung Wathlingen gestärkt. Die Ideen werden über den Gemeindeverband der CDU Uetze in die Regionsversammlung eingebracht.

 

Auch zum Thema Steuerausfall, verursacht durch die Elektromobilität, der einer klimafreundlichen Mobilitätswende nicht entgegenstehen solle, habe sich die Junge Union Uetze Gedanken gemacht, so Ricke. Ein entsprechendes Papier hierzu wird beim nächsten CDU-Kreisparteitag vorgestellt.

 

"Bei unserer Gründung vor einem halben Jahr haben wir uns vorgenommen, nicht zu meckern, sondern selbst gestaltend aktiv zu werden. Dies ist der erste Schritt in diese Richtung", stellt Ricke stolz fest. "Klimaschutz fängt hier bei uns in den Kommunen an. Jeder einzelne kann etwas dazu beitragen", findet Vorstandsmitglied Jan Marz.

 

Interessierte 14- bis 35-Jährige, die weitere Ideen haben und auch gerne mitgestalten möchten, können sich für nähere Informationen unter Opens window for sending emailju.uetze(at)gmail.com melden.

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