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Burgdorf
Montag, 03.02.2020 - 18:15 Uhr

Neues Buch ab 8. Februar erhältlich: "Bomben auf Burgdorf"

Flugzeuge der 446th Bomb Group am 24. Februar 1945 über den Wolken im Anflug auf Misburg. Das Foto ist aus dem US-Luftwaffenarchiv in Montgomery/Alabama (USA).Aufn.:

BURGDORF

"Nach mehreren Kriegsjahren bestimmen Angst und Hoffnungslosigkeit den Alltag der Menschen, die Sorge vor einer ungewissen Zukunft nimmt zu. Das tägliche Leben ist geprägt durch die dauerhafte Zwangsrationierung von Lebensmitteln und Bekleidung und den unheilverheißenden Klang der Luftschutzsirenen. Die zumeist in großer Höhe über Burgdorf hinwegfliegenden alliierten Bomber werden zunehmend ein ständiger Begleiter".

 

Mit diesen Worten beginnt das neue (zehnte) Buch von Dieter Heun und Heidi Rust, an dem diesmal Dr. Tobias Teuber als dritter Autor beteiligt ist. Das gemeinsame Werk, das der Förderverein Stadtmuseum Burgdorf herausgibt, behandelt die Zeit des Zweiten Weltkriegs und trägt den Titel "Bomben auf Burgdorf". Das Autorentrio hat ermittelt, dass von August 1941 bis April 1945 mindestens 157 Bomben auf Burgdorf und seine Ortschaften abgeworfen wurden. Zentrales Thema des Buches sind die Luftangriffe am 24. Februar 1945 und am 7. April 1945. Sie jähren sich im Jahre 2020 zum 75. Mal.

 

Die Verfasser wollen mit dem Buch an diese Ereignisse erinnern. Bisherige Darstellungen der Vorgänge gründen sich im Wesentlichen auf die Kirchenchronik des damaligen Pastors Friedrich Möller und einige wenige Zeitzeugenberichte. Die Autoren des Buches beschränken sich nicht darauf, nur den Verlauf der Bombenabwürfe und ihre Auswirkungen darzustellen. Ihr zentrales Anliegen ist vielmehr eine Antwort auf die bisher kontrovers diskutierte Frage, warum Burgdorf angegriffen wurde.

 

In das Buch eingeflossen sind bisher unbekannte Erkenntnisse aus Vorgängen, die den Verfassern in britischen und amerikanischen Militärarchiven zur Verfügung gestellt wurden. Ein weiteres wichtiges Anliegen der Autoren ist, ein möglichst anschauliches Bild aus dem persönlichen Blickwinkel der Betroffenen aufzuzeigen. Sie betonen, dass Zeitgeschichte ganz wesentlich von Erzählungen derjenigen lebt, die sich an die Ereignisse erinnern oder davon betroffen waren. Aus diesem Grunde haben sie besonderen Wert auf die Berichte von Zeitzeugen oder deren Angehörigen gelegt.

 

Anliegen des Buches ist auch, an die 38 Menschen zu erinnern, die bei den Ereignissen vom 24. Februar und 7. April 1945 in Burgdorf ihr Leben lassen mussten.

 

Zum Thema "Bomben auf Burgdorf" zeigt die KulturWerkStadt, Poststraße 2 in Burgdorf, vom 8. Februar bis zum 22. März 2020 auch eine Ausstellung. Die Öffnungszeiten sind Sonnabend und Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

Das 120 Seiten umfassende Buch ist ab 8. Februar bei Bleich Drucken und Stempeln, in der Buchhandlung FreyRaum und in Wegeners Buchhandlung sowie in der KulturWerkStadt zum Preis von 12 Euro erhältlich. Mitglieder des Fördervereins Stadtmuseum und des VVV können das Buch gegen Vorlage ihres Vereinsausweises zum Preis von 11 Euro bei Bleich Drucken und Stempeln erwerben.

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