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Sonnabend, 01.02.2020 - 17:28 Uhr

"Sitzenbleiben erwünscht - Rollstuhlbasketball macht Schule" : elebte Inklusion an der BBS14

Gewöhnung an den Rolli in der Sporthalle der BBS 14.Aufn.: BBS 14

REGION

Einfach mal die Perspektive wechseln: Wie fühlt es sich an, wenn man Basketball im Rollstuhl spielt? Dieses erfuhren im doppelten Wortsinne Schülerinnen und Schüler des ersten und zweiten Ausbildungsjahres im Beruf "Kaufleute für Büromanagement".

 

Im Rahmen des Projektes "Sitzenbleiben erwünscht" setzten sich die Schülerinnen und Schüler der BBS 14 bis zum Ende dieses Halbjahres mit der gelebten Inklusion auseinander. Inklusiv wurde in der BM 59a das ganze Halbjahr unterrichtet, eine spezielle Unterrichtseinheit durch das Rollstuhl-Basketballer-Team von Hannover United erlebten sie im Dezember 2019.

 

In diesem Rahmen besuchten Lernende und Lehrende der BBS 14 im November 2019 zunächst gemeinsam ein Bundesliga-Heimspiel im Rollstuhlbasketball von Hannover United. Die Auszubildenden überraschte die Schnelligkeit des Spiels. Auch wurde mit harten Bandagen gekämpft. Das ein oder andere Mal hielten die Zuschauer der BBS 14 auf den Rängen den Atem an, wenn bei einem Zweikampf ein Rollstuhl umkippte. Doch die Auszubildenden erkannten schnell, dass dies normal in diesem Spiel ist. Die Begegnung war von der ersten bis zur letzten Sekunde in vielerlei Hinsicht ein spannendes Erlebnis! Erfreulich für die Hannoveraner Zuschauer war, dass die Gastgeber die Oberhand behielten.

 

Mit diesen neuen Eindrücken durften sich die Schülerinnen und Schüler dann im Sportunterricht selbst in die Sitzposition begeben. Zunächst wurde unter Anleitung der Profi-Spielerin Vanessa Erskine vom Bundesligateam Hannover United den Auszubildenden gezeigt, wie sie sich mit dem Rolli bewegen können. Schon dies war gar nicht so einfach und führte zu dem einen oder anderen (unfallfreien) Zusammenstoß.

 

Dann rollten die Klassen los zum ersten Spielversuch und mussten feststellen, wie anspruchsvoll die Kombination aus Rollstuhl- und Basketballbeherrschung doch ist. Der Respekt vor den Profisportlern im Rollstuhl wuchs noch einmal mehr. Nach den ersten korblosen Minuten trafen die Schülerinnen und Schüler dann aber doch das ein oder andere Mal in den Korb. Der Applaus der anderen Auszubildenden und der Lehrkräfte motivierte zusätzlich.

 

Großer Dank gilt Vanessa Erskine von Hannover United, die den angehenden Kaufleuten für Büromanagement bei dem gemeinsamen Projekt alle Fragen offen und ausführlich beantwortete sowie dem ehrenamtlichen Fahrer, der die notwendigen Rollis in die Sporthalle gebracht hat. Dank geht ebenfalls an Silke Lange-Hartmann von Hannover United, die für einen reibungslosen Ablauf dieses Projektes gesorgt hat. Diese Erfahrung hat allen Beteiligten einen wesentlichen Inhalt des Leitbildes der BBS 14 persönlich nähergebracht, nämlich dass das von Vielfalt geprägte menschliche Miteinander eine deutliche Bereicherung des Lebens ist.

 

Für das kommende Jahr stehen Hannover United und die BBS 14 in Kontakt, seitens der Berufsbildenden Schule hofft man, das Projekt fortsetzen zu können.

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