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Uetze
Montag, 06.01.2020 - 18:50 Uhr

Uetzer Bundesligaschützen können Abstieg nicht abwehren

Der nordische Meister Ole-Harald Aas wird das Uetzer Team auch in der 2. Bundesliga weiter unterstützenAufn.:

UETZE

Am letzten Wettkampfwochenende am 4. und 5. Januar 2020 in Wathlingen mussten die Uetzer Bundesligaschützen ersatzgeschwächt antreten und sich zweimal mit 4:1 geschlagen geben. Trotz herausragender Einzelleistungen von Ole-Harald Aas und Sarah Oehns konnten die Uetzer so den Abstieg in die 2. Bundesliga nicht mehr abwehren. Beide hatten nach einem starken Schlussspurt ihre Gegner vom PSV Olympia Berlin noch ins Stechen gezwungen, in dem sie dann aber knapp das Nachsehen hatten.

 

Das Wochenende fing für das Team des Schützenvereins Uetze bereits unglücklich an, nachdem die Nummer 2 des Teams, Katharina Hempel, sich kurzfristig krankheitsbedingt abmelden musste. Dieser Ausfall war für das Team nur schwer aufzufangen, da damit alle Schützen eine Position aufrücken mussten und so entsprechend stärkere Gegner hatten. Und Marit Albrecht sollte in Absprache mit dem Landestrainer diesmal pausieren. Zudem hatte ihre Luftpistole während des Trainings einen Defekt, so dass sie kurzfristig eine Ersatzwaffe für sich einstellen musste.

 

Am Sonnabend gegen die Sportschützen Raesfeld sind die Uetzer anders als ihre Gegner dann auch nur schwer in ihren Wettkampf gekommen. Zur Halbzeit hatte lediglich Ole-Harald Aas auf Position 1 seinen anfänglichen Rückstand ausgleichen können und sich danach kontinuierlich einen leichten Vorsprung erarbeitet, so dass er seinen Punkt mit 373:370 holen konnte. Sarah Oehns konnte sich am Ende zwar auch noch bis auf einen Ring an ihren Konkurrenten heranarbeiten, hatte auf Position 3 aber letztlich mit 368:367 knapp das Nachsehen. Auf den übrigen Positionen konnten die Uetzer dagegen nicht mithalten. Insbesondere Isabel Kausch hatte auf Position 4 gegen starke 378 Ringe von Robin Januszek, der damit das stärkste Einzelresultat dieses Wettkampfes ablieferte, keine reelle Chance. So konnte sich Raesfeld mit einem 4:1-Sieg den Einzug ins Finale sichern.

 

Am Sonntag war bereits vor dem Wettkampf klar, dass die Uetzer den Abstieg nicht mehr vermeiden konnten und Berlin andererseits bereits sicher als Finalteilnehmer qualifiziert war. Trotzdem lieferten sich beide Teams ein starkes Duell. Diesmal bekam Isabel Kausch ihren Gegner von vornherein gut in den Griff und konnte auf Position 4 den Ehrenpunkt für Uetze machen. Nach einem zähen Ringen auf den Positionen 1 und 3 lag dann noch kurz die Sensation in der Luft. In einem starken Schlussspurt zwangen Ole-Harald Aas mit 380 Ringen den Polen Wojciech Knapik und Sarah Oehns mit 372 Ringen den früheren Olympiasieger Uwe Potteck ins Stechen. Leider mussten beide sich dann knapp mit jeweils einem Ring geschlagen geben. Wolfgang Geppert und Sven Przyklenk blieben dagegen mit 365 Ringen und 354 Ringen deutlich unter ihren Möglichkeiten.

 

"Diese Saison ist für uns von Anfang an nicht gut gelaufen", stellt Trainer Donald Albrecht fest. "Außer Katharina und Isabel konnte keines der deutschen Mannschaftsmitglieder die Leistung abrufen, die wir erwartet hatten. Dazu kamen die Krankheitsausfälle. Damit sind zu viele Punkte verloren gegangen, die wir hätten machen müssen. Teilweise lag das sicher auch an den Umstellungen in der Technik bei einigen Schützen, damit allein lässt sich das aber nicht erklären. Sehr erfreulich war die Entwicklung von Katharina, die sich kontinuierlich von Position 5 auf Position 2 vorgearbeitet hat, und dass Sarah zum Schluss auch wieder an ihre alte Stärke anknüpfen konnte. Und dass Ole-Harald Aas noch gestern erklärt hat, dass er unser Team auch in der 2. Bundesliga weiter unterstützen wird, um wieder anzugreifen, ist klasse." 

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