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Sehnde
Montag, 30.12.2019 - 10:52 Uhr

Rebhuhnmonitoring des NABU

SEHNDE

Wer kennt sie noch, die Rufe der Rebhühner? In früheren Tagen oft erklungen, scheinen sie nun verstummt. "Und tatsächlich, in ganz Europa ist der Rebhuhnbestand seit 1980 durch die Art unserer Landnutzung um 94 Prozent dramatisch gesunken, Tendenz weiter fallend", so der Naturschutzbund (NABU). Daher macht sich der NABU Sehnde nun von Februar bis März mit einem großen Team auf den Weg die letzten noch verbliebenen Rebhühner im Stadtgebiet zu zählen. Dabei werden die Rebhuhnrufe über Klangattrappen in der Abenddämmerung auf vorab festgelegten Strecken für etwa 30 Minuten abgespielt. Mit viel Glück stößt man dann auf antwortende Vögel. Die Methodik der Zählung wird im Rahmen des nächsten Monatstreffs im Naturfreundehaus, Am Ladeholz, Montag, 13. Januar 2020, ab 19 Uhr näher erläutert.

 

Während sich erwachsene Rebhühner vor allem von grünen Pflanzteilen und Samen ernähren, steigt zur Eiablage der Eiweißbedarf der Hennen erheblich und der Anteil tierischer Nahrung (Insekten, Spinnen und ähnliches) kann auf mehr als 50 Prozent steigen. Die kleinen Küken ernähren sich in ihren ersten Lebenswochen fast ausschließlich von tierischer Kost. Als Nestflüchter werden sie nicht gefüttert, sondern suchen ihre Nahrung selbst. "Auf den meisten Feldern sind die Küken nicht in der Lage, den Tagesbedarf an Insekten in der zur Verfügung stehenden Zeit zu finden. Gerade Sonderstrukturen in der Landschaft wie Brachen und Blühstreifen bieten jedoch im Vergleich eine etwa vierfach höhere Biomasse an potentieller Nahrung für Rebhuhnküken", so der NABU.

 

Aktuell arbeitet der NABU Sehnde an einem Blühpatenschaftsmodell, bei der sich Sehnder über einer Patenschaft an der Schaffung von Blühflächen vor der eigenen Haustür finanziell beteiligen können. Erste Interessensbekundungen werden schon jetzt unter der Mailadresse Opens window for sending emailNABU-OG-Sehnde(at)gmx.de entgegengenommen. Eine erfolgreiche Modellumsetzung mit hoher Bürgerbeteiligung habe positive Effekte für viele Insekten und führe damit auch zu einer verbesserten Ernährungssituation für andere Tierarten in der Agrarlandschaft, wie den stark gefährdeten Rebhühnern, so der NABU Sehnde.

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