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Wedemark
Donnerstag, 07.11.2019 - 17:47 Uhr

20 Jahre "Internationaler Weltmännertag"

Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wedemark, Silke Steffen-Beck, präsentiert das Informationsmaterial zur Männergesundheit im Eingangsbereich des Rathauses.Aufn.: Gemeinde Wedemark

WEDEMARK

Jährlich am 19. November wird der Internationale Weltmännertag gefeiert, 1999 erstmalig in Trinidad und Tobago. Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wedemark fordert die Männer auf, achtsamer mit ihrer Gesundheit umzugehen.

 

"Ziel des Internationalen Männertages ist es unter anderem einen Augenmerk auf Männer- und Jungen-Gesundheit zu legen, aber auch das Verhältnis der Geschlechter zu verbessern und die Gleichberechtigung zu fördern", ruft Silke Steffen-Beck, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wedemark, in Erinnerung. Männliche Vorbilder sollen in der Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden. An diesem Tag werde ein besonderer Blick auf Benachteiligungen von Männern und Jungen gerichtet und es wird Raum geschaffen, ihren Einsatz für die Familie, aber auch die Gemeinde in zahlreichen ehrenamtlichen Einsatzgebieten zu würdigen.

 

"Männer achten viel zu wenig auf ihre Gesundheit", hält Silke Steffen-Beck fest. "Und damit meine ich nicht nur die physische sondern vor allem auch die psychische Gesundheit". Das liege nicht allein an der Lust zum Risiko, viele Männer wollten die an sie gestellten Aufgaben gut erledigen und dabei möglichst perfekt sein. Dabei achteten sie oft zu wenig auf ihre körperliche und psychische Verletzlichkeit, mahnt Steffen-Beck.

 

Die Gleichstellungsbeauftragte wird konkret: "Die Statistiken bringen es ans Tageslicht: Männer haben in allen Altersgruppen eine dreimal höhere Selbstmordrate als Frauen. Männer erkranken deutlich stärker an chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus und erleiden dreimal so oft wie Frauen einen Herzinfarkt, tödlich oder nichttödlich. Noch höher fällt die Rate aus bei den drogenbedingten Sterbefällen." Silke Steffen Beck bezieht sich dabei auf Zahlen aus dem Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Europäische Gesundheitsindikatoren.

 

"Für zu viele Männer spielt Gesundheit eine untergeordnete Rolle, körperliche Warnsignale werden häufig missachtet" so Steffen-Beck "ein risikoreicher Umgang mit der eigenen Gesundheit wird in Kauf genommen, um Ihrer Rolle im beruflichen wie privaten Leben gerecht zu werden und keine Schwäche zu zeigen".

 

Körperliche oder seelische Erkrankungen, die oftmals ernste Verläufe nehmen, würden daher häufig spät und auch leider zu spät festgestellt.

 

Um auch Männer in der Wedemark zu mehr Verantwortung gegenüber ihrer eigenen Gesundheit zu motivieren, werden bis einschließlich Freitag, 22. November 2019, zahlreiche Informationsflyer im Rathausfoyer zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen ausgelegt.

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