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Sonntag, 27.10.2019 - 11:03 Uhr

Der HHB verliert erneut knapp

BURGWEDEL

Zum wiederholten Mal mussten die Handballer von Handball Hannover-Burgwedel (HHB) in der 3. Liga Nord-Ost eine knappe Niederlage hinnehmen. Beim SV Anhalt Bernburg unterlag der Tabellenletzte mit 31:33. Entscheidend war eine katastrophale erste Hälfte, in der die Abwehr nicht vorhanden war. Mit einer 21:14-Führung für Bernburg ging es in die Pause. Eine tolle Aufholjagd von Burgwedel in Halbzeit 2 wurde allerdings nicht mit einem Punkt gekrönt.

 

Die ersten 30 Minuten sind schnell erzählt. Bei den Gastgebern klappte fast alles, beim HHB so gut wie nichts. Die sonst so gute Abwehr der Gäste war nicht vorhanden. Auch Torhüter Mustafa Wendland hielt nur wenige Bälle. Der SV machte aus den ersten neun Angriffen neun Tore und lag schnell deutlich vorn. 3:0, 9:3 und 14:6 (17.) waren die Zwischenstände. Nach 27 Minuten betrug der Vorsprung der Hausherren gar neun Tore (20:11). Die Abwehr des HHB lud die Bernburger immer wieder zum Torewerfen ein. Der SV Anhalt nahm die Geschenke dankend entgegen. Beim Stand von 21:14 wurden die Seiten gewechselt. Für viele der zahlreichen Zuschauer in der Bruno-Hinz-Halle war die Partie schon zur Pause entschieden. Die Vorstellung des HHB war einfach nur unterirdisch. Teammanager Friedrich Kastening sprach nach der Partie von "kollektivem Versagen" in den ersten 30 Minuten.

 

Nach der Unterbrechung kam der HHB wie ausgewechselt zurück. Jetzt präsentierten sich die Gäste so, wie sie es sich eigentlich von Beginn an vorgenommen hatten. In der Abwehr wurde gut gearbeitet und auch Torhüter Mustafa Wendland bekam jetzt mehr Bälle zu fassen. Der HHB verkürzte auf 17:23 und hatte dann einen kleinen Lauf. Auch im Angriff klappte es mit dem Torewerfen jetzt viel besser. Nach 39 Minuten führten die Gastgeber nur noch mit 23:21. Die Partie wurde härter, einige Spieler wurden mit Zweiminutenstrafen auf die Bank geschickt. Die Unparteiischen verteilten insgesamt 14 (9/5) Zeitstrafen. Es wurde jetzt um jeden Ball gekämpft, der HHB ließ sich nicht abschütteln. Zehn Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung des SV Anhalt weiterhin zwei Tore (28:26). Die Unparteiischen lagen jetzt mit einigen Entscheidungen daneben, allerdings auf beiden Seiten. Bei den Gästen konnte Philip Reinsch (Foto) immer wieder Tore von Kreis erzielen, er traf insgesamt sieben Mal. Für die Berndorger traf Rechtsaußen Nico Richter neun Mal ins Schwarze. Drei Minuten vor dem Ende erzielte Kreisläufer Reinsch das 30:32 und Nenad Bilbija sorgte kurz danach für den 31:32-Anschlusstreffer. Die Spannung war jetzt nicht mehr zu überbieten, doch die Gastgeber hatten das bessere Ende für sich. 38 Sekunden vor dem Abpfiff sorgte Niklas Friedrich mit dem 33:31 für die Entscheidung der nervenaufregenden Partie. Der SV feierte einen wichtigen Heimsieg, der HHB wartet seit nunmehr fünf Spieltagen auf einen Punktgewinn und behält die rote Laterne. Einzige positive Erkenntnis bei den Gästen: Die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben und bis zum Ende gekämpft. Dafür kaufen kann man sich aber nichts. Am Ende zählen nur Punkte.

 

Am kommenden Sonnabend haben die Burgwedeler den Tabellenführer des Dessau-Rosslauer HV 06 zu Gast. Gegen den Zweitligaabsteiger hängen die Trauben sehr hoch. Danach geht es zum 1. VfL Potsdam und dann kommt der HC EmporRostock nach Burgwedel. Der HHB steht vor schwierigen Wochen.

 

HHB: Mustafa Wendland, Eric Frommeyer – Christian Hoff, Julius Mücke, Marius Kastening (4/4), Lennart Koch (4), Marvin Pfeifer (1), Maurice Dräger (3), Kay Behnke (1), Nenad Bilbija (5), Steffen Schröter (2), Philip Reinsch (7), Artjom Antonevitch (3), Steffen Dunekacke (1) und Kilian Horn.

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