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Burgdorf
Dienstag, 15.10.2019 - 12:00 Uhr

Kerzen und Gebete als Zeichen der Mitmenschlichkeit und Solidarität

Vor dem Friedhofstor mit den Davidstern wurden Kerzen entzündet.Aufn.: Georg Bosse

BURGDORF

Der antisemitisch und rassistisch motivierte Anschlag auf eine Synagoge in Halle (Saale) hat auch Menschen in Burgdorf betroffen gemacht. Der Angriff am Mittwoch vergangener Woche geschah ausgerechnet und berechnend an Jom Kippur, am heiligsten Tag im jüdischen Kalender, der auch Versöhnungstag genannt wird.

 

Der mittlerweile geständige Täter, ein 27-jähriger rechtsradikalisierter Deutscher aus dem Raum Eisleben (Sachsen-Anhalt), hatte sich vorgenommen, die sich in der Synagoge aufhaltenden Menschen zu töten. Nachdem sein Vorhaben im Paulusviertel an der verschlossenen Tür gescheitert war, wurden vier Menschen nichtjüdischen Glaubens Opfer seines mörderischen Vorgehens. Eine 40-jährige Frau, die unweit der Synagoge wohnte sowie ein 20-jähriger Fußballfan des Halleschen FC aus Merseburg wurden von Stephan Balliet erschossen, zwei weitere durch Schüsse verletzt.

 

"Wir haben uns heute vor dem jüdischen Friedhof in Burgdorf versammelt, um der Toten und der Leidenden zu gedenken", sagte der Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus, Martin Karras, der zu der anteilnehmenden Solidaritätskundgebung am gestrigen Montag, 14. Oktober 2019, aufgerufen hatte.

 

Rund 60 Burgdorferinnen und Burgdorfer beider christlichen Konfessionen waren dem Aufruf gefolgt, um ihre Bedrücktheit öffentlich zu zeigen. "Es ist traurig, dass Menschen, die sich am Versöhnungstag in der Synagoge zum Gebet getroffen hätten, das eigentliche Ziel des versuchten Anschlags waren", so Karras. Aus Respekt vor dem Brauch, auf jüdischen Friedhöfen keine Kerzen zu entzünden, wurde die zueinanderstehende Bekundung vor dem Tor des "Gottesackers", so Pfarrer Karras, mit einem Gebet fortgesetzt. Die Fürbitte schloss Menschen aller Glaubensrichtungen, religionsferne Menschen sowie auch den Täter mit ein und endete mit dem weitverbreitesten Gebet des Christentums - dem "Vater unser...".

 

Dann entzündeten die KundgebungsteilnehmerInnen Kerzen und stellten sie vor dem Friedhofstor mit den Davidstern als Zeichen ihrer Mitmenschlichkeit und Solidarität ab. "Wir wollen die Hoffnung nicht aufgeben, sondern Lichter anzünden", sagte Martin Karras begleitend dazu. Anschließend lud Dr. Judith Rohde, Sprecherin der Arbeitskreises "Gedenkweg 9. November", zur Teilnahme am Sonnabend, 9. November 2019, ein. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr das Historische Rathaus Burgdorf an der Marktstraße 55.

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