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Sehnde
Freitag, 27.09.2019 - 08:58 Uhr

Zehn Verletzte bei Dachstuhlbrand in Klinik

Aufn.: Stadtfeuerwehr Sehnde

In der Nacht zu Freitag brannte es in einem geschlossenen Wohnbereich in der Wahrendorff Straße in Köthenwald (Sehnde). Auf Grund der Anzahl an Betroffenen wurde Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgelöst. Zehn Bewohner wurden verletzt.

KöTHENWALD

Um 23:53 Uhr wurde der Regionsleitstelle ein Brand in einem Gebäude in der Wahre Dorffstraße gemeldet. Die wenige Minuten später eintreffenden Einsatzkräfte lokalisierten einen Dachstuhlbrand mit massiver Rauchentwicklung.

 

Umgehend wurde die Menschenrettung eingeleitet. Zu diesem Zeitpunkt galten drei Bewohner als vermisst. Über die Drehleiter wurde eine Person gerettet, die sich über eine Dachgaube auf das Dach gerettet hatte. Parallel zur Brandbekämpfung wurden 52 Personen aus dem dreigeschossigen Gebäude evakuiert. Mehrere Trupps unter Atemschutz mit Wärmebildkamera kamen im Gebäude zum Einsatz. Im Dachbereich nahmen die Atemschutztrupps die Dachisolierung sowie Dachverlattung auf und löschten kleine Glutnester ab.

 

Die Regionsleitstelle Hannover hatte einen MANV Alarm ausgelöst. Hierbei wurden zwei Leitende Notärzte und weitere Rettungsmittel an die Einsatzstelle beordert. Unter dieser Leitung wurde vor Ort der Rettungsdienst koordiniert. Nach einer entsprechenden medizinischen Sichtung mit anschließender Erstversorgung mussten zwei Bewohner mit einer Rauchgasvergiftung in die umliegenden Krankenhäuser transportiert werden. Acht weitere Bewohner sowie Mitarbeiter wurden vor Ort versorgt.

 

Da vom Brand die oberste Etage des Gebäudes stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, mussten die Bewohner in umliegenden Wonbereichen untergebracht werden. Das Klinikum hat für die Menschen eine vorübergehende Unterkunft organisiert.

 

"Die Mitarbeiter des Klinikums haben sich umsichtig und professionell verhalten", so die Feuerwehr Sehnde. Nach der Evakuierung wurde sofort einen Sammelpunkt ein gerichtet, hier konnte eine übersichtliche Vollzähligkeit durchgeführt werden. Innerhalb kürzester Zeit konnte gemeldet werden, dass keine Bewohner mehr vermißt wurde.

 

Die Feuerwehr und Rettungsdienst war mit 25 Fahrzeugen sowie 108 Einsatzkräften bis 3:30 Uhr im Einsatz. Die Schadenhöhe beträgt nach ersten Schätzungen etwa 100.000 Euro. Die Brandursache ist unklar. Hierzu hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.

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