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Sehnde
Montag, 05.08.2019 - 19:04 Uhr

NABU Sehnde im "Insektensommer"

Unter der Leitung von Holger Klinkert (2. von rechts) wurde die Insektenwelt erkundet.Aufn.:

SEHNDE

Der zweite Teil der bundesweiten NABU-Aktion "Insektensommer" ist angelaufen. Mitglieder der neuen NABU Ortsgruppe Sehnde waren in der Feldflur nördlich Sehnde zusammengekommen, um Daten für die Citizen-Science Aktion des größten deutschen Naturschutzverbandes zu sammeln und ihre Artenkenntnisse zu erweitern. Ziel des NABU Sehnde war zusätzlich auch zu schauen, wie die Maßnahme "Blühendes Sehnde" der Stadt Sehnde verläuft.

 

Mithilfe von Stereomikroskopen, Kescher, Lupen und Smartphone-Apps wurde daher ein Blühstreifen der Stadt an der Kommunalen Entlastungsstraße untersucht. Die Kinder und Erwachsenen kescherten und fotografierten im hochgewachsenen Blühstreifen mit Flockenblume und Co. und erlebten so die Welt der Insekten einmal hautnah und lebendig direkt in der Natur.

 

Durch die vom NABU gestellten Stereomikroskope mit bis zu 100facher Vergrößerung wurde die Faszination der Insekten ganz nah begreifbar und besonders die Kinder konnten sich für diese lebenswichtige Tiergruppe noch mehr begeistern.

 

Die Gruppe nutzte auch die Insektenwelt-App des NABU um Tiere zu fotografieren, dann auch gleich zu bestimmen und an die Aktion "Insektensommer" des NABU Bundesverbands zu melden.

 

Bestätigt wurde die Wirksamkeit der guten Blühflächen-Maßnahme der Stadt. Die NABU-Aktiven fanden unter anderem unzählige Hummeln verschiedener Arten, die zu den Wildbienen zählen, viele Wanzen, Grashüpfer, Zikaden, Kleinschmetterlinge und Fliegen.

 

Besonderes Highlight war der Fund zweier riesiger Wespenspinnen, die gerade Beute in ihren Netzen machten. Spinnen sind zwar bekanntermaßen keine Insekten, aber auch wichtige Mitglieder des Ökosystems Wiese.

 

Die Artenvielfalt und Individuendichte war größer als sogar in den umliegenden noch vorhandenen Wegerandstreifen. Ein Wermutstropfen mischte sich aber unter die Freude über das vielfältige Summen und Krabbeln in der Blühfläche der Stadt. Die große Nähe zur Entlastungsstraße berge die Gefahr, dass die nun hier lebenden oder nur nahrungssuchenden Insekten an den Autoscheiben enden. Daher rät der NABU Sehnde die zukünftigen Blühflächen nicht an großen Verkehrswegen anzulegen, um keine ökologischen Fallen zu produzieren. Diese könnten langfristig die Insektenvorkommen sogar schwächen.

 

Der NABU Sehnde werde "diese erfolgreiche und interessante Aktion bestimmt im nächsten 'Insektensommer' wiederholen". Dann werde dieser auch für alle Naturinteressierten angeboten und so die Insektenwelt ganz nah und begreifbar für Alle gemacht werden.

 

Die Aktion "Insektensommer" des NABU läuft noch bis zum 11. August - weitere Informationen im Internet unter Opens external link in new windowwww.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer.

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