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Lehrte
Dienstag, 21.05.2019 - 19:42 Uhr

45 Einsatzkräfte von drei Ortsfeuerwehren trainieren den Ernstfall

Aufn.:

Am gestrigen Montag, 20. Mai 2019, wurde die Freiwillige Feuerwehr Ahlten zu einem Zimmerbrand in die Pfarrstraße in Ahlten gerufen - schnell stellte sich heraus, dass es sich um eine Übung unter realistischen Bedingungen handelte.

AHLTEN

Gegen 19:30 Uhr wurden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte mit Sirenenalarm in die Pfarrstraße gerufen. Grund der Alarmierung war ein Zimmerbrand. Vor Ort eingetroffen nahm die gemeldete Lage jedoch eine Wende - wie es eben in der Realität vorkommen kann. Das Szenario: durch einen missglückten Umgang mit Indoor-Feuerwerkskörpern im Inneren des Gebäudes kam es zu einer unerwarteten Brandausbreitung und dem daraus entstandenem Zimmerbrand mit jedoch schweren Folgen: Mehrere Personen wurden hierbei verletzt und sollten sich nun noch im Gebäude aufhalten. Nach einer ersten Erkundung wurde dann sofort mit der Suche der vermissten Personen begonnen. Hierfür wurden drei Trupps unter Atemschutz in das Gebäude von mehreren Seiten geschickt. Parallel wurde durch die Einsatzleitung die Brandbekämpfung initiiert - die Feuerwehren Röddensen und Kolshorn, der 7. Zug der Stadtfeuerwehr Lehrte, unterstützten hierbei am Einsatzort. Zum einen wurde die Brandbekämpfung von innenn als auch von außen durchgeführt. Durch den direkten Funkkontakt zur Leitstelle wurden parallel weitere Rettungswagen nachalarmiert.

 

Das Gebäude stellte die Einsatzkräfte vor eine besondere Herausforderung: verwinkelte Gänge, starker Rauch und es war zunächst unklar, ob nicht auch zusätzlich im Obergeschoss weitere Personen durch die starke Verrauchung gefährdet werden. Zudem ist ein Brandeinsatz mit vermissten Personen für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte - glücklicherweise - nicht alltäglich. Aber auch nicht alltägliches muss zu jeder Tages- und Nachtzeit beherrscht und routiniert umgesetzt werden können - umso wichtiger ist es, dass Szenarien wie diese Regelmäßig trainiert und auch bis ins Detail beherrscht werden.

 

Ob eine schwangere Frau mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung, eine weitere umherirrende Person im Schockzustand, oder eine schwer cerletzte Person in einer komplizierten Lage auf einer steilen Treppe - auch eine bewusstlose Frau mit schweren Verbrennungen galt es zu retten. Das Szenario wirkte real: durch die "realistische Unfalldarstellung (RUD) Hannover" wurden die Verletzten zuvor intensiv und professionell geschminkt, um die Situation noch realistischer darzustellen. Regelmäßiges Trainieren zeigte schnell Erfolg: Durch die eingesetzten Trupps konnten alle sechs vermissten Personen aufgefunden und aus dem Gebäude gerettet werden.

 

Gegen 20:15 konnte dann bereits ein erfolgreiches Ende der Übung bekannt gegeben werden.

 

Auch die Kameradschaft durfte hierbei nicht zu kurz kommen, so dass im Anschluss dann alle beteiligten im Feuerwehrhaus in Ahlten zu Essen und Trinken eingeladen wurden.

 

Im Einsatz waren die Feuerwehren Ahlten, Röddensen und Kolshorn mit insgesamt sechs Fahrzeugen und rund 45 Einsatzkräften.

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