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Lehrte
Freitag, 26.04.2019 - 19:04 Uhr

Antikriegshaus beteiligt sich an Veranstaltung in der Marktkirche Hannover

LEHRTE/HANNOVER

Die Wahl zum Europaparlament Ende Mai steht vor der Tür und dieses Mal geht es um den Fortbestand der Europäischen Union, wie sie bekannt ist. Vor diesem Hintergrund diskutieren Ralf Fücks, Geschäftsführender Gesellschafter des Zentrums Liberale Moderne, Landesbischof Ralf Meister, Dr. Mehrdad Payandeh, Bezirksvorsitzender der DGB Niedersachsen und Laura Wanner, Stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Europäischen Föderalisten am kommenden Montag, 29. April 2019, um 18.30 Uhr in der Marktkirche Hannover.

 

Wie steht es um die Zukunft der EU und der Demokratie in Europa aus? Vor welchen drängenden Aufgaben steht die EU? Welche Rolle kommt hierbei dem Europaparlament zu? Gelingt es ihm nach der Wahl entscheidungsfähig zu bleiben? Gerade angesichts des Brexits und der aktuellen populistischen und autoritär-nationalistischen Tendenzen in einigen europäischen Ländern gibt es hier keine einfachen Antworten. Nach einem Impuls von Ralf Fücks, ehemaligen Vorstand der Heinrich Böll Stiftung und Senator a.D. des Landes Bremen, erläutern die Podiumsteilnehmenden, warum die Europawahl aus ihrer Sicht wichtig ist und was ihnen notwendig erscheint, um die Zukunft der Demokratie in Europa zu sichern. Es moderiert Elvin Hülser vom Antikriegshaus Sievershausen, für den der friedensstiftende Aspekt im Zusammenwachsen von Europa eine besondere Bedeutung hat.

 

"Vor dem Hintergrund der verheerenden Kriege, die Europa erlebte, ist die europäische Einigung ein großes Friedensprojekt. Denn nur durch konkrete Zusammenarbeit können alte Feindschaften überwunden werden. Statt eines Rückfalls in alte Egoismen und Vorurteile braucht Europa heute ein solidarisches politisches Handeln im Geist von Frieden und Freiheit, Demokratie und Menschenrechten. Ein überzeugendes Ergebnis für proeuropäische und demokratische Kräfte ist ein starkes Signal für mehr Mut zur gemeinsamen Gestaltung einer friedlichen und demokratischen Zukunft in Europa. Hier liegt auch unsere Verantwortung - als Bürgerinnen und Bürger wie auch als Christinnen und Christen", so Hülser.

 

Die Podiumsdiskussion wird gemeinsam vom Antikriegshaus Sievershausen, den Haus kirchlicher Dienste Hannover und der Marktkirchengemeinde St. Georgii et Jacobi Hannover veranstaltet.

 

Das Antikriegshaus im Friedens- und Nagelkreuzzentrum Sievershausen ist seit 2018 einer der Begegnungsorte des Friedens innerhalb der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Im Zuge dessen initiiert und unterstützt es kirchliches und außerkirchliches Engagement im Bereich der Friedensarbeit und der Auseinandersetzung mit Populismus und Extremismus.

 

Bündnis "Niedersachsen für Europa"

Gemeinsam mit der Landesregierung, dem Katholischen Büro Niedersachsen sowie den Sozialpartnern DGB und Unternehmerverbänden Niedersachsen engagiert sich die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers in der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen seit Januar 2019 als Gründungsmitgliede im Bündnis "Niedersachsen für Europa". Ziel des Bündnisses ist es, die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen das gesamte Jahr 2019 über mit Veranstaltungen und Angeboten über die Europäische Union, ihre Leistungen und Errungenschaften, die Europawahl sowie die weiteren europapolitischen Ereignisse des Jahres zu informieren. Die Gründungsmitglieder sind sich in dem gemeinsamen Ziel einig, die europäische Integration fördern zu wollen, die Europäische Union als einzigartiges Friedensprojekt auf europäischem Boden fortzuentwickeln und die Gedanken der Völkerverständigung und der internationalen Zusammenarbeit zu stärken und in die Zukunft zu tragen.

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