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Donnerstag, 11.04.2019 - 17:16 Uhr

Schwalben und Mauersegler kehren zurück

BURGDORF/LEHRTE/UETZE

Anfang April (Schwalben) bis Mitte Mai (Mauersegler) sind sie wieder da: Ihr Gezwitscher ist unverwechselbar. Schwalben und Mauersegler kehren zurück und suchen ihre alten Quartiere auf. Mauersegler sind hier besonders "heimatverbunden". Wo sie einmal waren, wollen sie auch wieder hin. Das wird für sie oft zu einem Problem. Neben ohnehin erschwerten Lebensbedingungen durch das allgemeine Insektensterben hat sich vielleicht während ihrer Abwesenheit in den Wintermonaten an den Häuserfassaden und Dächern ihres alten Reviers etwas verändert. Fassaden wurden möglicherweise gedämmt und neu versiegelt, Dächer wurden saniert und dicht gemacht, so dass hier zum Beispiel keine Möglichkeit mehr besteht, in die Nisthöhlen unter den Dachziegeln zu gelangen.

 

Natürlich könne von keinem Hausbesitzer verlangt werden, nötige Sanierungsarbeiten an Dach und Fassade zugunsten dieser Tiere nicht durchzuführen, so der NABU.

 

Da ihr Bestand jedoch stark rückläufig ist, sollte diesem Trend im Falle von Bauarbeiten durch Schaffung von Ersatzquartieren entgegengewirkt werden. Viele Dachdecker sind hier entsprechend informiert oder sogar geschult. Sollten also eine Dachsanierung geplant sein, kann vorher gefragt werden, ob zu diesem Thema Kenntnisse vorliegen. Grundsätzlich wäre es nach Aussagen des NABU auch gut, wenn die Abdeckung eines Daches außerhalb der Brutzeit vorgenommen werde. Es komme sehr oft vor, dass die Nisthöhlen zerstört oder verschlossen werden, so dass die Jungvögel verenden.

 

Für Informationen rund um das Thema Mauersegler empfiehlt der NABU die Webseite Opens external link in new windowwww.mauerseglerschutz.wordpress.com.

 

Des weiteren möchte der NABU alle dazu auffordern, in den nächsten Monaten verstärkt nach Mauerseglern Ausschau zu halten. Falls Quartiere bekannt sind oder welche entdecken werden, wäre der NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze sehr dankbar, wenn diese bei deren Ansprechpartnerin für Schwalben und Mauersegler unter folgender der Mail-Adresse Opens window for sending emailhartmann(at)nabu-burgdorf-lehrte-uetze.de gemeldet werden. Diese Informationen helfen dem NABU, den Bestand im Raum Burgdorf zu erfassen und bei möglichen Sanierungsarbeiten an Dach und Fassade vielleicht beratend zur Seite zu stehen.

 

Hier noch eine kurze Beschreibung von Mauerseglern: Seit vielen Generationen brüten sie hauptsächlich in und an Gebäuden. Ihr Nistmaterial wie Federn und Halme fangen sie dabei im Flug, da ihr Körper für eine längere Fortbewegung am Boden nicht ausgelegt ist. Ihr lateinischer Name ist daher "Apus" und bedeutet übersetzt "ohne Fuß". Die sichelförmigen, langen Flügel und der schlanke Körper ermöglichen ihnen eine Fluggeschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometern. Das Mauersegler-Weibchen legt zwei bis drei Eier. Sie brütet allein, und die Brutzeit zwischen Ende Mai und Anfang Juni beträgt 18 bis 21 Tage. Gefüttert wird sie in dieser Zeit von ihrem Partner. Nachdem die Küken geschlüpft sind, verlassen sie nach etwa 40 Tagen (Anfang Juli) komplett flugfähig das Nest. Die nächsten Verwandten der Mauersegler sind erstaunlicherweise nicht die Schwalben, sondern die Kolibris.

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