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Montag, 01.04.2019 - 18:04 Uhr

Im Antikriegshaus Sievershausen: "...schlagt die Blaue Blume tot!" - Ansichten einer Revolte

Sonntag, 7. April um 16 Uhr

Aufn.:

SIEVERSHAUSEN

Am kommenden Sonntag, 7. April 2019, um 16 Uhr ist Oskar Ansull mit seinem Beitrag zur Reihe "Ansichten einer Revolte 1967-69", die im vergangenen Jahr in Hannover veranstaltet wurde, im Antikriegshaus Sievershausen zu Gast.

 

1968 - ein Jahr, das in die Geschichte einging. Im März töten US-Soldaten beim Massaker von My Lai mehr als 500 vietnamesische Zivilisten. Im April wird der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King in Memphis, Tennessee, ermordet. Und in Berlin auf dem Kurfürstendamm schießt ein Attentäter auf den Studentenführer Rudi Dutschke. Am 3. Mai besetzen Studenten die Pariser Universität Sorbonne, es kommt zu Unruhen. Im August wird der Prager Frühling niedergeschlagen. Das ist 50 Jahre her. Was ist geblieben von Protestbewegung und Politisierung?

 

Was wurde in dieser Zeit geschrieben, gedruckt und veröffentlicht, als die Jugend, die Studenten, die 68er Bewegten auf die Straßen gingen? Oskar Ansull hat die Literatur dieser Jahre gesichtet und ausgewählt. Gedichte, Prosa, Texte, die nicht auf Flugblättern standen. Literatur im Spannungsfeld von Vater Staat und Mutter Natur.

 

"Schlagt die Blaue Blume tot - färbt die Germanistik rot!" skandierten Studenten und H.M. Enzensberger erklärte kurzerhand gleich den Tod der Literatur, schrieb aber nichts desto trotz fleißig weiter. Es lebe die Literatur! Der Lyriker Günter Eich brachte es 1968 in seinen "Maulwürfen" auf den Punkt: "Was mir am meisten auf der Welt zuwider ist, sind meine Eltern. Wo ich auch hingehe, sie verfolgen mich, da nützt kein Umzug." Nur war Eich da schon so alt wie die Eltern der jungen Leute.

 

Oskar Ansull, Schriftsteller, Literaturforscher, Herausgeber und Rezitator mit zahlreichen Leseprogrammen, geboren 1950 in Celle und dort immer noch verbunden, auch wenn er lange Zeit in Hannover und heute in Berlin-Pankow lebt. Seit 2018 gehört er dem PEN-Zentrum Deutschland an. Im Antikriegshaus trat er zuletzt im August 2015 zusammen mit Bengt Kiene in der dokumentarisch-szenischen Lesung "Das Surren einer Mücke gegen das Weltrad” über den Widerstand gegen den Ersten Weltkrieg auf.

 

Der Eintritt zur Veranstaltung im Antikriegshaus ist frei.

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