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Burgdorf
Dienstag, 12.03.2019 - 17:08 Uhr

Dirk Schwerdtfeger tritt als Bürgermeisterkandidat an

Dirk Schwerdtfeger geht für die FDP in den Bürgermeisterwahlkampf in Burgdorf.Aufn.: Bastian Kroll

BURGDORF

Bei der Bürgermeisterwahl in Burgdorf am 26. Mai wird ein weiterer Name auf den Wahlzetteln stehen: Dirk Schwerdtfeger aus Sorgensen tritt für die FDP an. Das hat die Mitgliederversammlung am vergangenen Donnerstag beschlossen.

 

"Die Planungen, einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken, liefen schon seit Ende 2017 beim FDP Ortsverband Burgdorf/Uetze", berichtet der Vorsitzende Mario Gawlik. Der Versuch, externe Bewerber nach Burgdorf zu holen, schlug allerdings fehl. Trotz mehrerer Gespräche gab es keine Zusage. "Die Familien der möglichen Bewerber wollten nicht nach Burgdorf ziehen", erklärt Gawlik und führt fort, "das hat uns nochmal mehr die Augen geöffnet, dass sich hier dringend viel verändern muss."

 

Nun konnte mit Dirk Schwerdtfeger ein Burgdorfer gefunden werden, der sich in der Stadt auskennt und sich schon seit Jahren für diese einsetzt. Seit über zwanzig Jahren lebt er mit seiner Familie in Burgdorf, ist seit 2011 Ortsvorsteher von Sorgensen, zudem Vorsitzender der Schützengesellschaft Sorgensen und dem Bürgerverein Sorgensen. Er habe aber auch schon immer die politische Landschaft der Stadt und ihrer Ortsteile im Auge behalten.

 

Unter dem Motto "Unsere Stadt - unsere Zukunft" zieht der Liberale nun in den Wahlkampf.

 

"Viele haben mir gesagt, Burgdorf befände sich im Abwärtstrend und habe sich gegenüber anderen Städten nicht gut entwickelt", so Dirk Schwerdtfeger. Mehrfach wurde er angesprochen, doch auch zu kandidieren und dabei merkte er, dass viele mit der Politik in Burgdorf nicht einverstanden sind und für sich mit dem Thema abgeschlossen haben. Es müsse sich grundlegend der politische Stil in der Stadt ändern. Als der Rückhalt seiner Familie gesichert war, habe er sich zu einer Kandidatur entschieden. "Wir wollen im Bürgermeisterwahlkampf aber nicht nur mitlaufen, sondern wollen das Bürgermeisteramt gewinnen", so Schwerdtfeger und Gawlik unisono.

 

"Die verhärteten Strukturen müssten endlich aufgebrochen werden", erklärt Schwerdtfeger seine Hauptaufgabe. "Es gibt sehr gute Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, die endlich wieder ihre Fachkompetenz richtig einbringen sollen", betont der Bürgermeisterkandidat. Mit Blick auf die Arbeit des Stadtrats bemängelt er, dass "im Rat kaum Politik auf Sachebene gemacht wird. Die Parteien sind nicht bereit, miteinander zu verhandeln und sich für die besten Lösungen im Sinne der Stadt und ihrer Bürger anzunähern." Es solle jedoch eine Vielfalt an Meinungen zugelassen und auch mal quergedacht werden. "Das passiert derzeit nicht", sagt er und bemängelt die Arbeitsweise der Mehrheitsgruppe. "Dass Dirk Schwerdtfeger verschiedene Meinungen moderieren und unter einen Hut bringen kann, hat er schon in Sorgensen erfolgreich gezeigt", ergänzt Mario Gawlik.

 

"Die Politik muss ein offenes Ohr für die Bürger haben, denn die Menschen resignieren, wenn sie nicht gehört werden. Daher werde ich eine aktive Bürgerbeteiligung einführen, damit die Bürger direkt miterleben können, wie wir für sie arbeiten", so Dirk Schwerdtfeger. "Wer von einer Entscheidung der Verwaltung betroffen sein würde, wird von uns angesprochen und eingeladen, sich zu beteiligen. Mit Vorschlägen, mit Kritik - wir möchten dass ganze Bild sehen", sagt Schwerdtfeger.

 

Der 56-Jährige will aber auch strategisch nach vorne blicken. "Wir müssen aktiv auf Gewerbetreibende und Unternehmensleitungen zugehen und es ihnen so einfach wie möglich machen, sich in Burgdorf niederzulassen. Das dürfen wir nicht durch zu hochgesteckte Anforderungen verhindern", betont er und fügt hinzu: "Wenn wir neue Unternehmen ansiedeln, profitiert Burgdorf mit Arbeitsplätzen und höheren Steuereinnahmen".

 

Ein Ausbluten der Innenstadt sehe er dagegen nicht. Er sehe vielmehr eine Entwicklung, dass es nicht nur einen Straßenzug in Burgdorf mit Geschäften geben könne: "Die Innenstadt von Hannover besteht ja auch nicht nur aus der Georgstraße". Burgdorf müsse im Rahmen des ISEK den Innenstadtgürtel erweitern.

 

Doch nicht nur für Betriebe, sondern auch für die Ehrenamtlichen strebt Schwerdtfeger eine Förderung an: "Es muss eine Gleichbehandlung der Vereine geben und es darf nicht nach Gutsherrenart entschieden werden". Zudem müsse die Bürokratie für die Vereine reduziert werden.

 

Dirk Schwerdtfeger hat sich viel vorgenommen und sieht als seine wichtigste Aufgabe, dass Burgdorf sich verändern muss. Eines könne er versprechen: "Man wird diese Veränderungen sehen". In diesem Zusammenhang sehe er seine Hauptaufgabe darin, für die zukünftigen Entscheidungen im Stadtrat entsprechende Mehrheiten zu gewinnen.

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