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Sehnde
Sonntag, 03.03.2019 - 13:00 Uhr

Räumliche Situation belastet die Ortsfeuerwehr Wassel

Aufn.: Stadtfeuerwehr Sehnde

WASSEL

Die Ehrungen langjähriger Mitglieder und die Beförderungen verdienter Aktiver standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Wassel in der Sporthalle des MTV Wassel. Zu 22 Einsätzen rückten die Frauen und Männer aus, gegenüber zu 16 Einsätzen im Vorjahr. Dazu gehörten Kleinbrände und etliche Flächenbrände im trockenen Sommer sowie Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen, Sturmeinsätze und der Beseitigung von Ölspuren.


Für 40-jährige aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Martin Busche mit dem Niedersächsischen Feuerwehrehrenzeichen durch den Stadtbrandmeister Jochen Köpfer ausgezeichnet. Das Ehrenzeichen für 25 aktive Dienstjahre erhielten die Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr Karsten Gurkasch, Birgit Bettmann und Christian Bettmann. Befördert zum Oberfeuerwehrmann wurden Sven Wolf, Marcel Stolze und Christoph Möller. Feodor Nussbaum wurde zum Hauptfeuerwehrmann und Jörg Busche zum Löschmeister befördert. 


Mit 180 Mitgliedern sei die Feuerwehr Wassel gut aufgestellt, so Ortsbrandmeister Karsten Gurkasch. Für den Einsatzdienst stehen 40 Aktive bereit, dazu gesellen sich 16 Mitglieder der Altersabteilung, 15 Jugendfeuerwehrmitglieder, 15 Mitglieder in der Kinderfeuerwehr, 22 Aktive im Musikzug und fördernde Mitglieder.


Bei den anstehenden Wahlen wurden alle Ortskommando-Mitglieder einstimmig in ihren Ämtern bestätigt, es gab lediglich zwei Wechsel nach langjähriger Tätigkeit. Jörg Busche wurde zum Sicherheitsbeauftragten gewählt. Zum neuen Schriftführer wurde Christoph Möller bestellt. Martin Busche hatte das Amt des Schriftführers insgesamt 25 Jahre inne und stand nicht zur Wiederwahl an. Ortsbrandmeister Gurkasch dankte Martin Busche für diese langjährige Tätigkeit.


Im vergangenen Jahr wurde wieder viel Zeit in die qualifizierte Aus- und Fortbildung investiert, neben den Übungsdiensten gehörten auch die Teilnahmen an Atemschutzübungen und die Vertiefung im Umgang mit der Wärmebildkamera dazu, teilte Chris Rühmkorf, stellvertretender Ortsbrandmeister, der Versammlung mit. 13 Einsatzkräfte sind ausgebildete Atemschutzgeräteträger. 


Mit einem Ausblick auf die Planungen für das kommende Jahr stellte Ortsbrandmeister Karsten Gurkasch die jetzige Situation der Ortsfeuerwehr da. Das Feuerwehrgerätehaus sei nicht mehr zeitgemäß. Neben den baulichen Mängeln, wie einem undichten Dach, leiden die Feuerwehrleute vor allem unter der räumlichen Situation. 


Die nicht vorhandene räumliche und einrichtungstechnische Trennung zwischen Einsatz- und Sozialbereich (Schwarz-Weiß Trennung) sei den Mitgliedern nicht mehr zumutbar. Der Übungsraum für den Musikzug müsse durch den Förderverein separat angemietet werden. Ein Raum für Jugend- und Kinderfeuerwehr sei auch nicht vorhanden.


Erneut kritisierte der Ortsbrandmeister die Ausstattung. So sei die Ortsfeuerwehr Wassel die einzige Feuerwehr im Stadtgebiet, die für ihre Kinder- und Jugendfeuerwehr und den Musikzug kein Transportmittel in Form eines Mehrzweckfahrzeuges besitze. Nur durch die Betreuer werde gewährleistet, dass alle Kinder zu Veranstaltungen kommen, was mit deren Privatwagen geschehe, verdeutlichte Karsten Gurkasch. Für die besonderen Fahrten bekomme man Transportmittel von den Ortsfeuerwehren Müllingen-Wirringen, Bolzum und Sehnde, dafür dankte Gurkasch seinen Amtskollegen.


Jochen Köpfer, Stadtbrandmeister Sehnde, überbrachte die Grüße der Stadtfeuerwehr Sehnde, dankte den Mitgliedern der Ortsfeuerwehr Wassel für deren Engagement bei der Abarbeitung der Einsätze aber auch für das Einbringen in die Gemeinschaft des Ortsteiles.


Stadtbürgermeister Carl Jürgen Lehrke dankte für den geleisteten Dienst und wünschte allen Mitglieder weiterhin alles Gute. Eine Überarbeitung des Feuerwehrbedarfsplan werde die jetzigen Situation erfassen und so werde diese in die Planungen mit einbezogen. Er bitte jedoch um Verständnis, dass die externe Firma zum Bedarfsplan erst ihre Arbeit aufnehme und eine Umsetzung nicht sofort erfolgen kann.


Die Jugendfeuerwehr Wassel wird in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Und in diesem Zuge wird es Jubiläumsveranstalltungen geben. In diesem Jahr heißt es dann wieder "Schlag den Ortsbrandmeister" - die Kinder- und Jugendfeuerwehr fordern in lustigen Spielen rund um das Feuerwehrhaus die Feuerwehrführung heraus. 

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