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Burgdorf
Sonntag, 03.03.2019 - 14:13 Uhr

Rüdiger Nijenhof bewirbt sich um den Posten des Burgdorfer Bürgermeisters

Rüdiger Nijenhof stellt sich zur Wahl des Bürgermeisters in Burgdorf.Aufn.:

BURGDORF

Am 26. Mai 2019 wird in Burgdorf ein neuer Bürgermeister gewählt. Um das Amt hat sich am vergangenen Donnerstag, 28. Februar 2019, beim Wahlleiter und Ersten Stadtrat Lutz Philipps nun auch Rüdiger Nijenhof beworben. "Ich habe meine Kandidatur abgegeben", so Nijenhof, der derzeit im Rat der Stadt Burgdorf als Fraktionsvorsitzender der Freien Burgdorfer sitzt. Er ist nunmehr der fünfte Bewerber für das Amt des Bürgermeisters, das derzeit Alfred Baxmann innehat.

 

Bereits seit einiger Zeit sei ihm die Idee angetragen worden, sich für das Bürgermeisteramt zu bewerben. Zahlreiche Gespräche, auch mit Mitgliedern anderer Parteien, hätten ihn dann in diesem Willen bestärkt. 175 Unterstützungsunterschriften muss er nun bei zum 8. April sammeln, damit sein Name am 26. Mai auf den Wahlzetteln steht. "40 Zusagen habe ich schon spontan nach meiner Kandidatur zugesagt bekommen", so Nijenhof, der sich an dieser Hürde nicht scheitern sieht.

 

Obwohl er als Politiker im Stadtrat und drei Ausschüssen sitzt, will er das Amt des Bürgermeisters dagegen nicht parteipolitisch sehen und es entsprechend ohne Parteiabhängigkeit führen. "Jeder, der im Bürgermeister-Wahlkampf etwas politisches verspricht, muss sich fragen lassen, warum er es nicht heute schon versucht", so Nijenhof, denn als Ratsherren stehe es den Amtsträgern ja frei, eigene politische Akzente zu setzen. Als Bürgermeister und Verwaltungsschef dagegen habe man nicht einmal Stimmrecht in den Fachausschüssen, erklärt der 41-Jährige. Auch aus diesem Grund habe er sich nicht als Mitglied der Wählergemeinschaft Freie Burgdorfer um den Posten beworben, sondern geht als unabhängiger Einzelbewerber an den Start. "Der Bürgermeister muss ein Bürgermeister für alle sein", so Nijenhof.

 

Es gäbe vieles, was er als Verwaltungschef bewegen wolle. Da sei zum einen die originäre Aufgabe eines Bürgermeisters: Die Führung der Stadtverwaltung. "Ich möchte die Verwaltung moderner machen. Sie muss zugleich effektiver und attraktiver werden. Man muss auch in Zukunft gerne bei der Stadt Burgdorf arbeiten wollen", erklärt er sein Ziel einer zukünftigen Stadtverwaltung. Hierzu gehören zum einen, dass vieles auch online erledigt werden könne. Hier habe er bereits 2017 mit der Kita-Online-Anmeldung einen ersten Schritt eingeleitet, der nun quer durch die Parteien als vorbildlich gesehen werde. "Ich bin damit ganz zufrieden, verbesserungsfähig ist es aber immernoch", so Nijenhof. Zudem wolle er die Mitarbeiter mehr fordern und fördern und in die Ausbildung neuer Kräfte investieren. Sie sollen "Lust haben, die Stadt voran zu bringen". Die Burgdorfer Stadtverwaltung habe insgesamt etwa 450 Stellen, davon 36 für Beamte, die allesamt in der Verantwortung des Bürgermeisters liegen.

 

Er wünsche sich ein gutes "Wir-Gefühl" innerhalb der Stadtverwaltung. Dabei könnten Maßnahmen helfen, die nicht einmal großes Geld benötigen würden, die Stadt aber auch als Arbeitgeber attraktiv machen würde. "Warum sollte man nicht auch auf verschiedenen Positionen in der Stadtverwaltung Homeoffice machen können? Warum sollte es nicht kostengünstige Angebote zur persönlichen Fitness oder betrieblichen Gesundheitsförderung geben?", schlägt er so zum Beispiel vor, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.

 

Aber auch nach außen sehe er Verbesserungspotential: "Man muss immer mit allen sprechen, den Informationsfluss verbessern", erklärt er hinsichtlich der Zusammenarbeit mit dem Stadtrat, der letztendlich die Entscheidungen treffe.

 

"Der Rat muss wieder eine Führungsrolle übernehmen und aus dem Wahlkampfmodus rauskommen", urteilt er. "Wir haben große Pakete vor uns. Die nächsten Jahre werden finanziell nicht leicht und werden nach dem aktuellen Wirtschaftshoch wohl noch schwieriger", so Nijenhof. "Wir müssen jetzt zusehen, dass die Stadt in einen nachhaltigen Stand versetzt wird, um auch zukünftige Zeiten gut meistern zu können." Gerade für kommende Generationen müsse man jetzt zügig die Themen Kita, Schule und Verkehr angehen. "Das wäre aber viel einfacher, wenn der Wahlkampfmodus das nicht seit über einem Jahr dominieren würde."

 

Auch für die Stadtentwicklung habe er bereits eigene Ideen: "Wir müssen Barrieren abbauen und noch mehr eine senioren-, familien- und kinderfreundliche Stadt werden", erklärt er, "wir müssen uns das ISEK neu anschauen und neu wieder in die Bürgerbeteiligung gehen. Der Sanierungsstau müsse abgebaut werden und auch an der Sicherheit - auch der Verkehrssicherheit - müsse gearbeitet werden. "Es gibt einige Ecken in der Stadt, die man sich mal anschauen und neu betrachten muss. Ist das eigentlich noch rechtskonform und sinnvoll wie es ist?" frage er sich an einigen Stellen in Burgdorf. Dies seien aber Aufgaben, denen man aus der Stadtverwaltung heraus besser angehen könne. Verwaltung habe dabei schnell den Ruf des "Verhinderers, muss aber zum Ermöglicher werden".

 

"Man muss auch in Zukunft gut und sicher in Burgdorf leben können. So dass die Stadt weiterhin eine liebens- und lebenswerte Stadt bleibt", erklärt er. "Burgdorf ist für alle Generationen eine tolle Stadt mit vielen Chancen, die man nur ergreifen müsse", fasst es Nijenhof zusammen.

 

Rüdiger Nijenhof ist 41 Jahre alt, verheiratet und Familienvater dreier Kinder. Er hat an der Niedersächsischen Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege in Hildesheim 2007 sein Diplom als Verwaltungswirt erhalten. Er ist stellvertretender Gesamtausbildungsleiter für den Bereich Verwaltungskräfte bei der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

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