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Mittwoch, 13.02.2019 - 20:32 Uhr

Seniorenrat Burgdorf stellt Gemeinschaftsprojekt "Digitale Notfallkarte" vor

Wenn das Leben am seidenen Faden hängt...

Partner und Unterstützer stellten das Projekt "Digitale Notfallkarte Burgdorf" vor. Von links nach rechts: Gerd Müller, Dariusz Nowak und Hans Bauer, Jürgen Lange, Schirmherrin Thordies Hanisch, Ralf Antabi und Wolf Büttner.Aufn.: Georg Bosse

BURGDORF

Wenn das Leben am seidenen Faden hängt, können Wissen und Zeit Leben retten. Um im ärztlichen Notfall am Patienten eine möglichst schnelle und effektive Versorgung vornehmen zu können, ist es für die Rettungsärzte und das aufnehmende Klinikpersonal wichtig, rasch und präzise an dessen Krankheitsdaten zu gelangen. Diese Informationen sind äußerst hilfreich, um zeitsparend die richtige Diagnose zu stellen und anschließend die passende Behandlung einzuleiten.

 

Die medizinische Versorgung von Notfallpatienten verbessern zu helfen und mit einer Digitalen Notfallkarte zu optimieren, war Thema einer Pressekonferenz, zu der der Seniorenrat Burgdorf, das Freiwilligenzentrum "Bürger für Bürger" sowie der DRK-Ortsverein Burgdorf in seine Büroräume an der Wilhelmstraße 3C eingeladen hatte.

 

Seniorenratsvorsitzender Wolf Büttner begrüßte zu dieser Informationsveranstaltung die Direktorin des Klinikums Ost der Region Hannover (KRH Laatzen, Lehrte und Großburgwedel), Dr. Antje Hoffmann, und Carolin Lindinger vom DRK-Regionsverband, den Fachbereichsleiter der DRK-Rettungsdienste, Ralf Antabi, sowie Dr. Klaus Kiene, Kammermitglied der Ärztekammer Niedersachsen und 2. Ortsvereins-Vorsitzender.

 

Gleich zum Beginn seiner Einführung bekräftigte Büttner den "außerordentlich hohen Stellenwert", den das Projekt "Digitale Notfallkarte Burgdorf" besitze: "Eigentlich ist das ganze Projekt aus 'Patientenmist' heraus gewachsen. Also begannen wir, uns um eine Dokumentation der Gebrechen zu kümmern, die Notfallpatienten immer zur Hand haben können. Schnell hatten wir dabei Hans Bauer und Gerd Müller von 'Bürger für Bürger' sowie das örtliche DRK um Gero von Oettingen und Jürgen Lange mit im Boot." Und Thordies Hanisch (Uetze), sozialdemokratische Abgeordnete im Niedersächsischen Landtag, ließ sich von den Initiatoren nicht lange bitten, das Vorhaben "Digitale Notfallkarte" als Schirmherrin zu unterstützen.

 

Das Speichermedium im Scheckkartenformat soll vollständige Informationen, die zur adäquaten Versorgung am Notfallort sowie zur anschließenden Behandlung im Krankenhaus unabdingbar sind, beinhalten. Beispielsweise Hinweise zu Allergien und aktueller Medikationsliste, zu Unverträglichkeiten, oder wer im Notfall benachrichtigt werden soll.

 

"Der Karteninhaber kann ganz individuell die Daten speichern und aktualisieren (lassen), die er für den Fall der Fälle preisgeben will. Die Verantwortung für den Inhalt der Karte trägt allein der Inhaber. Wir wollen dabei niemanden bevormunden", betonte Büttner.

 

"Das ist eine super Sache", kommentierte Carolin Lindinger, die dem Projekt die Unterstützung des DRK-Regionsverbandes zusicherte. Darüber hinaus ist mit den DRK-Rettungsdiensten und dem KRH bereits abgestimmt worden, dass die Notfallfahrzeuge und die Aufnahmestationen in den angeschlossenen Krankenhäusern mit den geeigneten Lesegeräten ausgestattet werden. "Wir lesen die Karten aus, werden aber die Daten nicht in unser System einspeisen", versicherte Antje Hoffmann.

 

Den technischen Teil der digitalen Notfallkarte verantwortet Jürgen Lange (DRK), der zum sensiblen Thema "Datenschutz" folgendes sagte: "Die Teilnahme am System 'USB-Notfallkarte' ist freiwillig. Wir helfen bei der Erhebung der Daten, verarbeiten sie aber nicht. Die Informationen und personenbezogenen Daten werden von uns vertraulich behandelt. Alle eingebundenen Unterstützer werden auf den Datenschutz sensibilisiert und darauf hingewiesen, sich an die Vorschriften der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und aller nationaler Datenschutzgesetze sowie an die Anforderungen der Datensicherheit zu halten. Die Initiatoren verfolgen keine kommerziellen Interessen, sie sind ehrenamtlich tätig."

 

Ferner müssen (Mit-)Macher, wie Hans Bauer und Gerd Müller, Vertraulichkeitserklärungen unterschreiben. "Bürger für Bürger" ist in der Initiative mit einem Angebot zur Hilfestellung bei der Erstellung der USB-Notfallkarte, beim Archivieren oder Aktualisieren dabei. Mit von der Partie ist auch der ehemalige Notfall- und Klinikarzt Dr. Dariusz Nowak (DRK Burgdorf), der aus seiner medizinischen Erfahrung heraus Formulare zur Anamnese, für einen Medikamentenplan und ein zweiseitiges Notfall-Infoblatt entworfen hat. Er sprach die dringende Empfehlung aus, die ausgefüllten Blätter in der grün-weißen Notfalldose (in jeder Apotheke erhältlich), zu verstauen, die dann im Kühlschrank aufbewahrt wird. An der Wohnungseingangstür und am Kühlschrank der betroffenen Person sollten dann auch die grünen Aufkleber angebracht werden, die auf die Notfalldose hinweisen, die so letztlich für die Einsatzkräfte leicht zu finden ist.

 

Geplant ist eine erste Präsentation zur Handhabung und Nutzung der USB-Notfallkarte, der grünen Notfalldose und der Notfalldokumente am Mittwoch, 27. März 2019, ab 16 Uhr im Aktiv-Treff des DRK in der Burgdorfer Wilhelmstraße 1B.

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