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Region Hannover
Dienstag, 12.02.2019 - 18:13 Uhr

Region Hannover erweitert ihr STI-Beratungsangebot

Mehr Aufklärung und Beratung über sexuell übertragbare Infektionen

REGION

Bei sexuell übertragbaren Infektionen (engl. sexually transmitted infections, STI) denken die meisten zuerst an HIV. Dabei ist das HI-Virus bei weitem nicht das einzige, das bei sexuellem Kontakt übertragen werden kann: Syphilis, Gonorrhoe (besser bekannt als Tripper), Chlamydien und HPV sind zwar verbreitet, aber oft noch unbekannt.

 

Um über diese Krankheiten, ihre Symptome und ihre Risiken aufzuklären, baut der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover jetzt sein Beratungsangebot aus: Das neue Angebot STI-Check der HIV- und STI-Beratungsstelle startet am Montag, 18. Februar 2019, und richtet sich an alle heterosexuellen Menschen, an Frauen, die Sex mit Frauen haben, sowie an transidente und intergeschlechtliche Personen. Menschen mit höheren Risiken, wie häufig wechselnden Sexualpartnerinnen und -partner, können dieses Angebot wahrnehmen. Für Männer, die Sex mit Männern haben, gibt es wie gehabt die Beratungen und Untersuchungen über das Gaysund-Angebot der Beratungsstelle. Nach einem Vorgespräch, in dem das individuelle Infektionsrisiko abgeklärt wird, werden in der anschließenden Untersuchung an das jeweilige Risiko angepasste STI-Tests durchgeführt. Das anonyme Angebot der HIV- und STI-Beratungsstelle ist kostenfrei, eine telefonische Terminabsprache unter Telefon 0511/61643148 ist nötig. HIV- und STI-Beratungsstelle, Weinstraße 3, 30171 Hannover.

 

Bisher wurde dieser STI-Check nur vereinzelt angeboten, wie zum Welt-Aids-Tag oder zum Valentinstag. "Die Nachfrage war so groß, dass wir uns dazu entschieden haben, die Beratungen und Untersuchungen ganzjährig anzubieten", berichtet Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereichs Gesundheit. "Wir tragen so dazu bei, dass STI rechtzeitig erkannt und behandelt werden können." Obwohl der Großteil der sexuell übertragbaren Infektionen gut zu behandeln und sogar heilbar ist, bergen sie große Risiken. Grund dafür ist unter anderem die Tatsache, dass sie zu Anfang oftmals ohne Symptome verlaufen und die Betroffenen keine ärztliche Hilfe zu Rate ziehen. Die wenigsten sexuell aktiven Menschen lassen sich regelmäßig auf Infektionen testen - dabei gehören zum Beispiel Chlamydien zu den am häufigsten diagnostizierten STI . Ohne Behandlung können Geschlechtskrankheiten aber gravierende Folgen nach sich ziehen: So kann eine Chlamydien-Infektion zu Unfruchtbarkeit führen, das Humane Papillomavirus (HPV) zu Gebärmutterhalskrebs. "Insbesondere bei Menschen mit wechselnden Partnerinnen und Partnern tragen regelmäßige Tests dazu bei, Infektionen früh zu erkennen und zu behandeln, ehe sie dauerhaften Schaden anrichten", so Dr. Yilmaz.

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