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Burgdorf
Mittwoch, 23.01.2019 - 14:45 Uhr

Junggesellencorps feierte seinen 70. Jahrestag der Wiedergründung

Das Junggesellencorps feierte den 70. Jahrestag der Wiedergründung im Burgdorfer StadtHaus.Aufn.:

BURGDORF

Der 15. Januar 1949 sollte für die jüngste Geschichte des Junggesellencorps von 1648 ein historischer Tag werden. An jenem Dienstag treffen sich die Fahnenjunker Fritz Reinecke, Karl Volkmann, Friedel Frister, Erich Stelter und Georg Fischer im damaligen Vereinslokal "Zum Löwen" bei Albert Bührke, welches auch schon vor dem Krieg der ständige Treffpunkt des Burgdorfer Junggesellencorps war. An gleicher Stelle befindet sich heute das Gebäude der Sparkasse Hannover. Es war die erste Versammlung der Junggesellencorporation nach dem 2. Weltkrieg. Das Corps hat die Nazizeit überstanden, war aber in den letzten Kriegs- und Nachkriegsjahren, auch bedingt durch das allgemeine Versammlungsverbot der Alliierten, nicht mehr zusammengekommen. So ergriffen die aufrechten, alten Junggesellen, denen es wie ihren Vorgängern in den Jahrhunderten zuvor darauf ankam, Geselligkeit und Tradition zu pflegen, die Initiative. Der neue Vorsitzende hieß Georg Fischer. Fischer führte die Junggesellen auch schon vor dem Krieg. An diesem Abend werden 23 junge Männer in das Corps aufgenommen. Was um 21 Uhr beginnt, endet zwei Stunden später. Vier Monate später wird die Bundesrepublik Deutschland gegründet.

 

Am 30. April 1960 wird das Schützenheim, An der Bleiche, eingeweiht. Seither ist dieses Haus ständiger Treffpunkt der Fahnenjunker. Erst Mitte der 50er Jahre treten die Junggesellen der Burgdorfer Schützengesellschaft von 1593 bei. Damit soll die enge Verbundenheit mit allen Korporationen der Gesellschaft und dem Burgdorfer Schützenfest und der Wille, zu einem harmonischen Verlauf der Schützenfesttage beizutragen, bezeugt werden.

 

Vergangenen Freitag, 18. Januar 2019, feierte das Junggesellencorps von 1648 zu Burgdorf im Stadthaus nunmehr den 70. Jahrestag seiner Wiedergründung. Vorsitzender Carsten Hoffmann konnte aus diesem Anlass nahezu 60 junge und alte Fahnenjunker des Junggesellencorps begrüßen. Unter ihnen Friedel Hoppe sen., das älteste Mitglied des Corps. Aber auch Lothar Fricke, Egon Zummack, Werner Sczakiel, Jürgen Meyer, Heinz Helbing sowie die Ehrenvorsitzenden Jürgen Schlüter, Wolfgang Obst und Rolf Hoppe. An diesem Abend wurden viele alte Fotos und Erinnerungen an die Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts ausgetauscht. Klaus Volkmann führte Filme von Werner Sczakiel aus den 1950er bis 1970er vor. In ihnen wurde das Sammeln am Schützenfestsamstag dokumentiert. Neben einem kräftigen Schmaus vom Spanferkel sangen die mit weißem Hemd und blauweißer Fliege erschienen Corpsmitglieder die alten Lieder, die ihre Altvorderen schon immer sangen, begleitet von Friedrich Schumacher am Akkordeon. Die Fahnenjunker des Burgdorfer Junggesellencorps sind heute ein nicht mehr hinweg zudenkender Teil der Burgdorfer Schützengesellschaft von 1593 mit nahe 90 Mitgliedern.

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