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Uetze
Sonnabend, 12.01.2019 - 13:30 Uhr

Grußworte zum Jahreswechsel von Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg

Aufn.:

UETZE

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Uetze,

im Rückblick auf das vergangene Jahr möchte ich drei Aspekte hervorheben:

 

Zum einen das ungebremste Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die sich unter Zurückstellung anderer privater Belange, oftmals bereits über Jahre und Jahrzehnte, für das öffentliche Wohl in unserer Gemeinde einsetzen.

 

Nennen möchte ich hier die Uetzer Tafel, den Sozialfonds und den Arbeitskreis Prävention, die letztes Jahr jeweils auf zehn Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken konnten.

 

Imponierend ist auch die Arbeit der beiden Freibadgenossenschaften in Uetze und Hänigsen, die nicht nur seit Jahren ehrenamtlich den Badebetrieb organisieren, sondern durch ein nachhaltiges Investitions- und Sanierungsprogramm die Bäder modernisieren und erhalten. In Uetze ist sogar unter der Regie der Ehrenamtlichen ein komplett neues Bad entstanden.

 

Ihnen und allen anderen Ehrenamtlichen, die sich für das Allgemeinwohl einsetzen, sei es bei den Feuerwehren, den Sportvereinen, der Sozialarbeit, der Flüchtlingshilfe, in den Arbeitskreisen Dorfentwicklung oder im Kultur- und Bildungsbereich, deren Arbeit ich an dieser Stelle natürlich nicht im Detail würdigen kann, sage ich Danke im Namen aller Einwohnerinnen und Einwohner. Ihr Ideenreichtum, ihre Kreativität und ihr Einsatz sind der Garant für ein friedliches und gerechtes Zusammenleben in unserer Gemeinde.

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger, wir müssen über das Wetter reden. Nachdem der Sommer 2017 wegen Regen ausgefallen ist, der Winter eher ein Herbst war, wir im Frühjahr das Wasser knietief auf den Ackerflächen stehen gesehen haben, haben wir 2018 einen Jahrhundertsommer erlebt, der nicht enden wollte und der uns eine nie dagewesene Trockenheit beschert hat. Das ganze flankiert von Sturm- und Orkanereignissen. Diese Wetterphänomene sind keine Einzelereignisse, wie sie immer mal wieder vorkommen, sondern die deutlich spürbaren Zeichen des Klimawandels, der eingesetzt hat und dem wir auch vor Ort mit unseren lokalen Möglichkeiten begegnen müssen. Als Gemeinde versuchen wir Vorbild zu sein, indem wir unsere Gebäude energetisch sanieren, mit Biogas beheizen und den Strom aus Solar- und Windkraftanlagen beziehen.

 

Vorbildlich sind auch die Schwüblingser, die mit ihrer Energiegenossenschaft das halbe Dorf mit Wärme aus einer Hackschnitzelanlage versorgen. Gefordert sind wir aber auch ganz privat. Als Hausbesitzer, Autofahrer und Konsumenten. Durch die gezielte Förderung der Windenergie durch das Ausweisen von Vorrangflächen sind wir zum Ökokraftwerk der Region geworden; die Anlagen produzieren etwa dreimal mehr Strom, als wir selbst vor Ort verbrauchen. Das ist nicht nur unser Beitrag zum Klimaschutz, sondern erhöht auch die Wertschöpfung vor Ort und steigert damit Kaufkraft und Einkommen. Außerdem verbessert es die finanzielle Situation der Gemeinde und trägt zur Haushaltskonsolidierung bei.

 

Die Beschlüsse des Rates zur Haushaltskonsolidierung sind Bestandteil einer Zielvereinbarung mit dem Land, die wir im letzten Jahr abgeschlossen haben. Diese Vereinbarung enthält eine Verpflichtung der Gemeinde, durch Einsparungen oder Einnahmeverbesserung um 400.000 Euro jährlich den Haushalt zu entlasten. Im Gegenzug stellt das Land sogenannte Bedarfszuweisungen für besonders finanzschwache Kommunen in Höhe von etwa 15 Mio. Euro bis zum Ende des Jahres 2020 in Aussicht. Für die Jahre 2017 und 2018 hat das Land inzwischen 6,4 Mio. Euro zur Verfügung gestellt, so dass wir nicht nur die beiden Haushalte ausgleichen, sondern auch eine Teilentschuldung vornehmen konnten.

 

Auf dieser Basis und mit den Aussichten auf weitere Entlastungen können wir auch die dringend notwendigen Investitionen in unsere Infrastruktur vornehmen. Mit dem Projekt "Alle Kinder unter einem Dach" konnten wir im vergangenen Jahr eine der größten Investitions- und Sanierungsmaßnahmen der Gemeinde Uetze in Dollbergen beginnen: den Neubau eines 5-Gruppen-Kindergartens und die zeitgemäße Sanierung der Grundschule. Beginnen wollen wir in diesem Jahr auch mit der Sanierung der Fuhsestraße in Dollbergen und dem Neubau des Feuerwehrhauses in Uetze. Die Planung und Abwicklung dieser Baumaßnahmen ist deutlich geprägt von der derzeitigen Baukonjunktur, was eine ständige Anpassung der Zeit- und Kostenrahmen notwendig macht. So sind allein die Baukosten für das Projekt "Alle Kinder unter einem Dach" inzwischen um über 1,5 Mio. Euro gestiegen.

 

Als Investitionsschwerpunkt für 2019 ist insbesondere die Entwicklung von weiteren Wohn- und Gewerbeflächen in Uetze vorgesehen, um hier die Nachfrage sowohl nach bezahlbarem Wohnraum als auch nach Entwicklungsmöglichkeiten für Handel und Gewerbe zu bieten.

 

Hoch ist weiterhin die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder, insbesondere nach Krippenplätzen. Eine neue 4-Gruppen-Einrichtung, die von der AWO gebaut und betrieben werden soll, ist deshalb vom Rat auf den Weg gebracht worden genauso wie ein 2-gruppiger Kindergarten der Kirchengemeinde Uetze-Katensen.

 

Gelöst werden muss auch das Raumproblem im Rathaus. Hier ist seitens der Verwaltung ein Raumprogramm für einen Anbau an das vorhandene Rathaus vorgelegt worden. Ziel ist es, mit Auslaufen der derzeitigen Mietverträge Ende 2022 den Anbau fertiggestellt zu haben.

 

Abschließend möchte ich Ihnen und Ihren Familien ein frohes und glückliches neues Jahr wünschen, insbesondere natürlich Gesundheit und persönliches Wohlergehen. Ich freue mich auf die nächste Begegnung mit Ihnen.

 

Herzliche Grüße

Ihr

Werner Backeberg

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