Burgdorf
Mittwoch, 21.03.2018 - 13:39 Uhr

Bürgerinitiativen "Kalihalde Wathlingen" wollen näher zusammenrücken

Aufn.: Michael Baumgart

SORGENSEN/DACHTMISSEN

Die Ortsvorsteher Dirk Schwerdtfeger aus Sorgensen und Jörg Neitzel aus Dachtmissen haben nach dem 5. März 2018 (der AltkreisBlitz berichtete) zum gestrigen Dienstag, 20. März 2018, zum zweiten Mal zu einer Bürgerversammlung in die Schützenkate Sorgensen eingeladen.

 

Nachdem auf der Versammlungs-Agenda am 5. März in erster Linie die Abwehr einer jahrzehntelangen zusätzlichen Lkw-Belastung durch Sorgensen und Dachtmissen stand, gab es am gestrigen Dienstag einen Vortrag von Holger Müller, mit dem der Sprecher der Initiative Umwelt Wathlingen (Opens external link in new windowhttps://biuw.jimdo.com/) die Inhalte, Auswirkungen und mögliche Ersatzmaßnahmen zu dem von der K+S Baustoffrecycling GmbH, Sehnde, beantragten Planfeststellungsverfahren zur Abdeckung und späteren Begrünung der Kalihalde in Wathlingen detaillierte.

 

Insbesondere stellte Holger Müller die zu erwartenden Belastungen und Gefahren bei Umsetzung des beantragten Verfahrens deutlich heraus.

 

Wolfgang Tannenberg von der Bürgerinitiative (BI) Umwelt Uetze und Georg Beu, Ratsherr in Uetze (B90/Die Grünen), nahmen an dieser Versammlung teil.

 

Georg Beu konnte auf verschiedene Fragen zur Historie qualifiziert Auskunft geben, insbesondere zur Frage von Jörg Neitzel zu der Annahme, nach der Munition und Kampfmittel in einem der Schächte unter der Halde verbracht worden seien.

 

Hierzu wusste der Ratsherr von einer Explosion mit Todesopfern aus dem Jahr 1946. Folgende Recherchen hätten gesichert ergeben, dass in einem Schacht in mehreren hundert Meter Tiefe sowohl Panzergranaten, wie auch chemische Kampfstoffe eingelagert seien, letztere könnten bei Wasserkontakt tödlich ausgasen.

 

Sachkundig und in der Beobachtung der weitestgehend und mit mehr oder weniger Erfolg bereits abgedeckten Halde geübte Gäste aus Sehnde konnten beitragen zu dort beobachteter Staubbelastung nicht abgedeckter Lkw-Ladungen und zu Absackungen der aufgebrachten Deckschicht, verbunden mit damit verbundener Durchsickerung der Sehnder Halde an diesen Stellen.

 

Zur Folge hätte das, wusste Holger Müller aus den Recherchen der BI Umwelt Wathlingen, das Eindringen von verunreinigtem Regenwasser ins Grundwasser unter der Halde. Damit sei zu befürchten, dass die Halde nach Aufbringen der geplanten Abdeckschicht bis in Grundwasser führende Schichten einsinken könne.

 

Aus der folgenden Diskussionsrunde und der Tatsache, dass sich in den betroffenen Ortsteilen der Stadt Burgdorf, sowie der Gemeinden Uetze, Wathlingen und Flotwedel zum Teil schon seit längerem Bürger zu Initiativen gegen das jetzt beantragte Verfahren der K+S Baustoffrecycling GmbH gebildet haben, sei der zukünftig noch intensivere Austausch unter den Initiativen eine eventuell zielführende Empfehlung.

 

Besonders könne mit einer solchen Zusammenarbeit verhindert werden, dass Belastungen aus den von K+S beantragten Maßnahmen von einer Initiative in den Lebensbereich einer anderen versehentlich verschoben werden würde.

 

Die Gäste aus Sehnde boten dazu an, hierzu einen Kontakt zu der Sehnder Initiative herzustellen.

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