Region Hannover
Freitag, 11.08.2017 - 14:50 Uhr

Persönlich und kultursensibel: Beratung für geflüchtete Frauen

Neues Angebot der Koordinierungsstelle Frau und Beruf

Persönlich und auf Augenhöhe: Ulf-Birger Franz (von links), Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover sowie Christiane Finner und Ufuk Kurt von der Koordinierungsstelle Frau und Beruf der Region Hannover bei der Vorstellung des neuen Beratungsangebotes für geflüchtete Frauen.Aufn.:

REGION. 

Die Koordinierungsstelle Frau und Beruf der Region Hannover hat Verstärkung bekommen: Mit der neuen Beraterin Ufuk Kurt startet das erweiterte Angebot, das sich speziell an geflüchtete Frauen in der Region Hannover richtet. Laut Arbeitsmarktstatistik haben sich bisher rund 3.400 geflüchtete Frauen als arbeitssuchend gemeldet, gut ein Drittel davon ist zwischen 25 und 35 Jahre alt. Von den arbeitssuchend erfassten Frauen mit Fluchthintergrund haben insgesamt 46 Prozent einen akademischen Abschluss, Fach- oder Hochschulreife oder besitzen mindestens einen Hauptschulabschluss.

 

"Viele der Frauen mit Fluchthintergrund sind noch nicht auf dem deutschen Arbeitsmarkt angekommen – obwohl sie sich in ihrem Heimatland qualifiziert haben und nun hier beruflich Fuß fassen wollen", so Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung bei der Vorstellung der neuen Beratungsstelle. "Ein wesentlicher Schritt für eine gelingende Integration ist und bleibt die Einbindung in den Arbeitsmarkt – auf diesem Weg unterstützen wir diese Frauen."

 

Ob berufliche (Neu)Orientierung, mögliche Schritte in die Aus- oder Weiterbildung oder persönliche Begleitung und praktische Unterstützung beim Bewerbungsprozess – die neue Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle Frau und Beruf Ufuk Kurt berät Frauen kostenlos und kultursensibel dabei, neue berufliche Wege zu gehen und Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Dabei berät die 46-jährige systemische Familientherapeutin nicht nur in der Beratungsstelle im Haus der Wirtschaftsförderung: "Bei Bedarf gehe ich auch zu den Frauen und berate sie in ihrem Wohnumfeld – das ist manchmal leichter für sie und baut erste Hemmschwellen ab", so Ufuk Kurt.

 

"Unser Ziel ist es, gemeinsam mit geflüchteten Frauen nachhaltige Berufschancen zu erarbeiten und parallel Netzwerke mit potenziellen Arbeitgebern auszubauen", erklärte Christiane Finner, Leiterin der Koordinierungsstelle Frau und Beruf der Region Hannover. Dabei kann die Koordinierungsstelle auf das bereits bestehende Netzwerk von Bildungsanbietern, Jobcenter Region Hannover, Arbeitsagentur Hannover und vielen Unternehmen zurückgreifen. "Mit unseren Partnerinnen und Partnern arbeiten wir bereits gut zusammen und gehen gemeinsam innovative Wege", so Christiane Finner. "Wir beraten auch schon lange Frauen mit Migrationshintergrund, sodass viele Türen schon geöffnet sind." So läuft derzeit zum Beispiel der zweite Durchlauf des Projektes "Back2Job", das Ingenieurinnen nach der Elternzeit bei der Rückkehr auf den Arbeitsmarkt begleitet und an Arbeitgeber vermittelt. 22 Frauen aus 17 Ländern nahmen bereits im ersten Durchgang teil, zwölf Nationen sind im zweiten Durchlauf vertreten.

 

Die Beratungen der Koordinierungsstelle sind kostenfrei. Kontakt und Terminvereinbarungen unter Telefon 0511/61623542 oder per Mail an Opens window for sending emailfrauundberuf(at)region-hannover.de.

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