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Lehrte
Montag, 19.06.2017 - 12:25 Uhr

CDU Ahlten: "Fehlendes Finanzkonzept verhindert Lösung der schulpolitischen Misere"

Aufn.:

LEHRTE. 

Schulische Bildung ist aus Sicht der CDU Ahlten für die Zukunft von Kindern und unserer Gesellschaft zu wichtig, "um unter dem parteipolitischen Kleinkrieg der in die Ecke gedrängten Mehrheitsfraktionen des Stadtrates leiden zu müssen", leitet die CDU Ahlten in einer Pressemitteilung ein. Gleichzeitig betrachte die CDU Ahlten eine vielfältige Schullandschaft, in der Eltern und Kinder den für sie optimalen Bildungsweg wählen können, als eine fundamentale Grundlage einer gesamtgesellschaftlich akzeptierten Bildungspolitik. Auch ein verantwortungsvoller und die kommunale Handlungsfähigkeit sichernder Umgang mit Steuergeldern ist für die CDU eine grundlegende kommunalpolitische Prämisse.

 

"Leider müssen die Bürgerinnen und Bürger aber seitens der Mehrheitsfraktionen von SPD, GRÜNEN und LINKEN im Stadtrat Lehrte eine von ideologischer Engstirnigkeit und finanzpolitischem Harakiri geprägte Bildungs- und Finanzpolitik erleben", stellen die Christdemokraten fest. Deutlich werde dies erneut in dem zur Entscheidung anstehenden Antrag von SPD, GRÜNEN und LINKEN zur "Neuausrichtung der weiterführenden Schulen in Lehrte": Ein wesentlicher Ausgangspunkt für die aktuell lebhaft geführte Debatte um Schulstandorte und weitere Baumaßnahmen ist die Entscheidung von SPD und GRÜNEN aus dem Jahr 2008, die IGS mit den Klassen 5 bis 10 am Standort Hämelerwald und ab 2014 eine Sekundarstufe 2 für die IGS in Lehrte einzurichten. "Eine aus schulfachlicher und struktureller Sicht höchst fragwürdige und kurzsichtige Entscheidung, die nun zu politischem Handlungsdruck und finanzpolitischer Unberechenbarkeit führt", erklärt die CDU.

 

Die CDU weiter: "Aus dieser politischen Hilflosigkeit heraus hat hat beispielweise der SPD Ratsherr Bönig den Ahltener Ratsmitgliedern der CDU vorgehalten, die sich nun bietende Chance der Konzentration der IGS in Lehrte zu ignorieren und so angeblich gegen die Interessen der Ahltener zu agieren." Bönig, der nach Darstellung der CDU zuletzt im Ortsrat Ahlten "durch konzeptlose Vorschläge zur Grundschulentwicklung" in die Kritik geraten war, reihe sich damit in die Gruppe der Vertreter aus SPD und GRÜNEN ein, die seit den Gründungsbeschlüssen für eine IGS im Jahr 2008 die Interessen von Ahltener Schülerinnen und Schülern weitestgehend ignoriert hätten.

 

Die Gründung einer aus Sicht vieler Eltern interessanten neuen Schulform am äußersten östlichen Ende des Stadtgebietes zunächst ohne durchgehende Busverbindung aus Ahlten, immerhin Lehrtes größter Ortschaft, und einem fast einstündigen Schulweg habe letztlich zu der geringen Akzeptanz geführt. So gebe es in diesem Jahr nur 2 Anmeldungen aus Ahlten zur IGS.

 

Mittlerweile haben sich die Ahltener mit dieser Situation arrangiert, denn in 15 bis 30 Minuten können vom Ahltener Bahnhof aus mehrere Gesamtschulen außerhalb Lehrtes wie zum Beispiel in Sehnde oder Hannover erreichen. Für die SPD solle Ahlten nun ungeachtet der Tatsachen als Ausrede beziehungsweise Argument herhalten. "Allerdings macht sich so auch ein Orts- und Stadtratsmitglied Bönig in den Augen vieler Ahltener unglaubwürdig", erklärt die CDU in Ahlten.

 

Aus Sicht der CDU Ahlten wird eine Konzentration der IGS in Lehrte aus schulfachlicher Sicht durchaus nicht in Frage gestellt. Bevor jedoch weitreichende Beschlüsse über Schulschließungen und Baumaßnahmen getroffen werden, von denen zu befürchten sei, dass sie sich in Richtung 100 Millionen Euro bewegen könnten und die Stadtfinanzen für Jahrzehnte lähmen, müsse ein fundiertes Finanzkonzept vorgelegt werden, dass alle finanziellen Folgen berücksichtigt.

 

Hierzu zählen für die CDU ein schlüssiges Konzept für die Nachnutzung der Schule am Ried sowie die effiziente Nutzung der vorhandenen Räumlichkeiten in Lehrte. Besonders wichtig sei aber auch die Berücksichtigung des erheblichen Ausbau- beziehungsweise Sanierungsstaus bei vielen Grundschulen, "bei denen schließlich der Grundstein für den Bildungserfolg der Kinder gelegt wird", so die CDU.

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