Uetze
Montag, 01.05.2017 - 19:10 Uhr

Nach mehr als 5 Stunden ist der Gefahrgut-Einsatz der Feuerwehr beendet

Aufn.:

OBERSHAGEN

Wie berichtet kam es am heutigen Montag, 1. Mai 2017, zwischen der Uetzer Ortschaft Obershagen und Nienhagen (Landkreis Celle) zu einem LKW-Unfall. Ein mit Gefahrgut beladener Sattelzug kam aus noch nicht bekannter Ursache auf gerader Strecke nach rechts von der Straße ab und blieb im Graben stehen.

 

Um 9.55 Uhr wurde daraufhin die Ortsfeuerwehr Obershagen von der Polizei alarmiert. Als diese mit einem Fahrzeug an der Einsatzstelle eintraf, stellte sich schnell heraus, dass der LKW Gefahrgut geladen hatte. Gemäß der GAMS-Erstmaßnahmen sperrten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle ab und alarmierten Spezialkräfte nach. Der Fahrer des LKW hatte sich bereits selber aus dem Gefahrenbereich gerettet. Er blieb nach ersten Angaben unverletzt.

 

Der wenig später eintreffende Gemeindebrandmeister ließ direkt die Spezialkräfte nach Stufe "abc2" alarmieren. Gemäß dieser Stufe rückten Kräfte aus Dollbergen, Hänigsen, Uetze, Eltze und Altmerdingsen sowie der komplette ABC-Zug Region Hannover-Ost an, die für diese Gefahrenlagen ausgerüstet und ausgebildet ist.

 

Im Verlauf des Einsatzes wurde klar, dass der LKW ein brennbares Kohlenwasserstoffgemisch geladen hatte, welches jedoch zu keinem Zeitpunkt ausgetreten ist.

 

Um den LKW wieder auf die Fahrbahn zu bekommen, musste der Inhalt des Tankzugs in einen bereits eingetroffen zweiten LKW umgefüllt werden. Hierzu wurde der verunfallte LKW gegen Umkippen und Wegrollen gesichert und die Feuerwehr baute einen 3-teiligen Löschangriff (Wasser, Schaum, Pulver) auf, um bei eventuell auftretenden Komplikationen direkt eingreifen zu können.

 

Des Weiteren baute die Feuerwehr einen Dekontaminationsplatz auf und ließ Einsatzkräfte in besonderer Schutzausrüstung in Bereitschaft gehen. Gegen 14.30 Uhr war der Gefahrstoff dann sicher umgefüllt und der verunfallte LKW konnte ohne Probleme geborgen werden.

 

Durch den Einsatz der Feuerwehr konnte ein Austreten des Gefahrstoffes, sowie eine damit verbundene Gefährdung von Personen und Umwelt verhindert werden.

 

Nach knapp 5,5 Stunden Einsatz konnten die Einsatzkräfte den Einsatz beenden. Die Feuerwehr war in der Initialphase mit 34 Fahrzeugen und bis zu 160 Mann im Einsatz. Im Einsatz waren neben der Feuerwehr, die Polizei, der Rettungsdienst und ein Bergungsunternehmen.

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