Über den Wolken: Modellfluggruppe Uetze feiert Pfingstflugshow mit mehr als 100 Piloten
Bei strahlendem Sonnenschein und leichtem Wind verwandelte die Modellfluggruppe Uetze am Pfingstsonntag den Himmel über dem Gelände zwischen Uetze und Bröckel in eine Bühne: Mehr als 100 Piloten aus ganz Deutschland zeigten beim traditionellen Pfingstflugtag Loopings, Rückenflug, Messerflug und spektakuläre Rollfiguren — vom gemächlichen Einsteiger-Rundflug bis zum vier Meter langen Düsenjet.
52 Jahre Tradition — und alle zwei Jahre Pfingsten
Die Modellfluggruppe Uetze wurde vor 52 Jahren gegründet; das 50-jährige Jubiläum hatte der Verein 2024 gefeiert. Seit den Anfängen gehört die Pfingstflugshow zum festen Bestandteil des Vereinslebens — alle zwei Jahre öffnet die MFG ihr Gelände für Gleichgesinnte aus dem ganzen Bundesgebiet. Sebastian Brandes, 1. Vorsitzender der Modellfluggruppe, freute sich besonders, dass diesmal mehr als 100 Piloten den Weg nach Uetze gefunden hatten.
Freitag: Ankommen, trainieren, Lagerfeuer
Der gestrige Sonnabend war der Hauptanreisetag. Die Piloten nutzten die Abendstunden noch für erste Trainingsrunden, bevor man am Lagerfeuer zusammenkam. Auch Nachtflüge mit beleuchteten Modellen standen auf dem Programm — „diese waren sehr ansehnlich“, berichtete Sebastian Brandes.
Mehr als 300 Modelle
Zusammen hatten die Gäste mehr als 300 Flugmodelle mitgebracht — von der Einsteigerklasse bis hin zu Modellen im Maßstab 1:2. Die Palette reichte von motorbetriebenen Flugzeugen über Düsenjets bis hin zu Helikoptern und Segelfliegern. Unter den Gästen befanden sich auch prominente Namen: der Kunstflugpilot Timo Fritzsch aus Knesebeck sowie die Showpiloten Lars Rössling und Jan Gerdes.
Vom Holzschleifen bis zum Düsenjet
Ab 12 Uhr gingen die Modelle an den Start — und gleich zu Beginn war ein Düsenjet dabei. „Der erreicht schon so 200 bis 350 Stundenkilometer“, erklärte Sebastian Brandes. Das Modell verfügt über eine echte Turbine und fliegt mit Kerosin wie das Original. Dass inzwischen aber auch der Elektromotor bei den Modellen Alltag geworden sei, betonte Brandes ebenfalls: „Vom Holzschleifen bis zum Computerprogramm ist hier alles möglich.“ Die Faszination gehe dabei weit über das reine Fliegen hinaus: „Es gibt wenig Hobbys, wo man so viel lernt und auch die soziale Kompetenz wird gefördert.“
Die Moderation übernahmen Sebastian Brandes und André Osterloh. „Sie erwartet ein buntes Programm, da ist für jeden was dabei“, versprachen die beiden zu Beginn.
Familie, Fuchsjagd und ein Starfighter
Dass Modellfliegen ein Familienhobby ist, zeigte sich besonders deutlich, als der junge Louis an den Start trat. „Er an der Fernbedienung, seine Mama wirft das Flugzeug in den Wind“, kommentierte die Moderation. Nachdem Louis mit seinem Einsteigermodell Arcus ein paar Runden gedreht hatte, folgte das absolute Gegenteil: eine F104 Starfighter, vier Meter lang, im Maßstab 1:4, mit Düsenantrieb.
Neben den freien Flugvorführungen — Loopings, Rückenflug, Messerflug und Rollfiguren inbegriffen — standen klassische Wettbewerbe auf dem Programm: Bei der Fuchsjagd muss einem fliegenden Modell der Fuchsschwanz abgeschlagen werden, beim Ballonstechen sind Präzision und Nerven gefragt. Für die Kinder gab es den traditionellen Bonbonabwurf aus einem Flugzeug über der Start- und Landebahn.
Weitere Informationen zum Verein sind unter www.mfg-uetze.de zu finden.













































