Ausschuss will Arbeitsgruppe Barrierefreies Burgdorf als Mitglied einbinden
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Der Ausschuss für Soziales, Integration, Prävention und Gleichstellung hat am heutigen Dienstagabend, 3. März 2026, im Ratssaal des Schlosses einstimmig beschlossen, ein Mitglied der Arbeitsgruppe Barrierefreies Burgdorf künftig als beratendes Mitglied in den Ausschuss aufzunehmen. Den Anstoß gab Ausschussvorsitzender Thomas Wortmann (CDU) mit einem ungewöhnlich persönlich gehaltenen Plädoyer.


Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement
Wortmann schilderte, wie beeindruckt er von der Arbeit der Arbeitsgruppe sei: Die Mitglieder prüften regelmäßig, ob Wege, Gebäude und öffentliche Einrichtungen in der Stadt tatsächlich barrierefrei zugänglich sind – ehrenamtlich und mit großem Aufwand. „Ich fand das irre, ich fand das beeindruckend“, fasste er seine Eindrücke zusammen. Vor dem Hintergrund, dass die Gruppe auch überlege, einen eigenen Beirat für Menschen mit Behinderungen einzurichten, schlug er eine pragmatische Lösung vor: die direkte Einbindung als beratendes Mitglied im Ausschuss. So könne der Ausschuss ein klares Signal setzen, dass er die Arbeit schätze – und gleichzeitig von einer direkten Rückmeldung aus der Praxis profitieren. Er warb ausdrücklich dafür, diesen Schritt fraktionsübergreifend zu gehen, „so dass am Ende unter dem Beschluss alle Parteien stehen“.
Einigkeit trotz offener Fragen zum Timing
Birgit Meinig (SPD) unterstützte den Vorschlag ohne Einschränkung und betonte, dass dieser Ausschuss der richtige Ort für eine solche Einbindung sei. Sie bat die Verwaltung um Auskunft zum formalen Weg. Der Erste Stadtrat Michael Kugel erläuterte, dass dafür lediglich ein Ratsbeschluss zur Erweiterung des Ausschusses erforderlich sei. Er gab jedoch zu bedenken, dass in der laufenden Wahlperiode nur noch rund acht Monate verbleiben – abzüglich der Sommerpause und der Wahlkampfzeit werde das neue Mitglied allenfalls ein- bis zweimal tagen können. Daher stelle sich die Frage, ob man die Einbindung besser auf die neue Wahlperiode verschieben solle. Hartmut Braun (Bündnis 90/Die Grünen) brachte die Stimmung im Ausschuss auf den Punkt: „Was man tun kann, sollte man auch gleich tun“. Kugel ergänzte, dass die Vorlage kurzfristig erstellt werden könne, sodass der Rat bereits am 19. März darüber abstimmen kann.
Der Beschluss fiel mit den Stimmen aller Beteiligten einstimmig.

