
Auf der Autobahn A2 ist es in der Nacht auf den heutigen Montag, 19. Januar 2026, zwischen den Anschlussstellen Lehrte-Ost und Hämelerwald zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen gekommen. Gegen 23:55 Uhr wurde die Feuerwehr Lehrte alarmiert, nachdem gemeldet worden war, dass ein Pkw in Brand geraten sei und mehrere Personen verletzt wurden.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall bereits gegen 23:45 Uhr in Fahrtrichtung Berlin. Eine 21 Jahre alte Frau aus Braunschweig war mit ihrem BMW unterwegs, als sie aus bislang ungeklärter Ursache seitlich mit einem rechts neben ihr fahrenden Lkw-Gespann eines 64-Jährigen aus Plauen kollidierte. Infolge der Berührung drehte sich der BMW und kam quer auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Eine 38-jährige Mercedes-Fahrerin aus Hameln versuchte noch auszuweichen und streifte den BMW leicht. Ein 25-jähriger Fahrer aus Friedeburg konnte nicht mehr reagieren und prallte mit seinem Seat frontal in das querstehende Fahrzeug. Durch die Kollision geriet der BMW in Brand.
Ein zufällig vorbeifahrender Polizeibeamter aus dem Polizeikommissariat Peine sowie weitere Ersthelfer erkannten die Gefahr und zogen die schwer verletzte Fahrerin aus dem brennenden Auto. Auch der Fahrer des Seat erlitt schwere Verletzungen. Die Mercedes-Fahrerin wurde leicht verletzt, der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Alle Verletzten wurden vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der BMW auf der mittleren Fahrspur bereits in Vollbrand. Ein weiterer Pkw befand sich auf dem Standstreifen. Die Einsatzkräfte leiteten umgehend die Brandbekämpfung ein und deckten die betroffene Fahrbahnfläche nach dem Löschen vorsorglich mit Schaum ab. Zudem übernahmen sie das Batteriemanagement und sicherten die Unfallstelle. Um Umweltgefahren durch ausgelaufene Betriebsstoffe und Löschwasser zu vermeiden, wurden die Kanalabläufe im Bereich der Einsatzstelle mit Ölschlängeln gesichert.
Im Einsatz waren vier Fahrzeuge der Feuerwehr Lehrte mit insgesamt 19 Einsatzkräften. Neben Feuerwehr und Rettungsdienst war auch die Polizei vor Ort. Aufgrund von Trümmerteilen und Schäden an der Fahrbahn kam es zeitweise zu einer Vollsperrung der A2 in Fahrtrichtung Berlin. Der entstandene Gesamtschaden wird auf rund 31.000 Euro geschätzt. Der Verkehrsunfalldienst Hannover hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
