Eisrettung unter Extrembedingungen: Feuerwehr Sehnde trainiert im Waldbad
Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde
Temperaturen um minus zehn Grad und eine geschlossene Eisdecke boten am vergangenen Sonntag, 11. Januar 2026, ideale, zugleich jedoch äußerst anspruchsvolle Bedingungen für einen besonderen Übungsdienst der Tauchergruppe der Feuerwehr Sehnde. Im Waldbad Sehnde trainierten die Einsatzkräfte gemeinsam mit Kameraden der Ortsfeuerwehr Sehnde intensiv die Rettung von Personen aus eisbedeckten Gewässern.
Am Vormittag standen zunächst Tauchgänge unter der Eisdecke auf dem Ausbildungsplan. Ziel war es, die Personensuche und -rettung unter möglichst realistischen Bedingungen zu üben. Dabei wurden insbesondere Abläufe, Kommunikation und Sicherungsmaßnahmen trainiert, wie sie im Ernstfall erforderlich sind. Unterstützt wurde die Ausbildung durch den Rüstwagen der Ortsfeuerwehr Sehnde, der mit drei Kameraden eingebunden war.
Im weiteren Verlauf des Übungsdienstes verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Eisrettung einer eingebrochenen Person. Mit unterschiedlichen taktischen Vorgehensweisen übten die Einsatzkräfte das sichere Annähern an die Einbruchstelle, die Rettung aus dem Eis sowie den Eigenschutz der Retter. Die extremen Temperaturen und die körperlich fordernden Maßnahmen verlangten den Beteiligten ein hohes Maß an Konzentration und Ausdauer ab.
Ein besonderer Dank galt den Stadtwerken Sehnde, die das Waldbad für diesen Übungsdienst zur Verfügung stellten und damit eine realitätsnahe Ausbildung ermöglichten.
Abschließend weist die Stadtfeuerwehr Sehnde erneut auf die erheblichen Gefahren zugefrorener Gewässer hin. Eisflächen gelten grundsätzlich als unsicher und stellen ein hohes Risiko dar, insbesondere bei winterlichen Wetterlagen wie den derzeitigen.
