
Liebe Burgdorferinnen und Burgdorfer,
ein Jahreswechsel ist wie ein ruhiger Moment an der Aue. Man bleibt stehen, blickt auf das, was hinter einem liegt – und spürt, dass der Fluss weiterfließt. So war auch 2025: manchmal ruhig, manchmal bewegt – aber vor allem geprägt von einem starken Miteinander.
Wie das Wasser der Aue, das stetig seinen Weg findet, haben auch wir als Stadt viele neue Wege genommen, Brücken geschlagen und Strömungen genutzt. Ich möchte mit Ihnen zurückblicken auf das, was wir gemeinsam erreicht haben – und Danke sagen für alles, was Sie beigetragen haben.
Ein besonders sichtbares Projekt war die Eröffnung der neuen Servicebetriebe Bauhof am Dachtmisser Weg. Dort sorgen nun über 30 Mitarbeitende in modernen, nachhaltigen Räumen täglich dafür, dass unsere Stadt sauber, sicher und lebenswert bleibt. Vieles davon sieht man nicht – und doch würde es ohne dieses stille Rückgrat nicht funktionieren. Auch hier fließt – wie in der Aue – vieles im Hintergrund, aber mit großer Wirkung.
Zukunft greifbar macht auch der neue autonome Linienbus „albus“, der seit Herbst testweise durch Burgdorf fährt – leise, elektrisch, fahrerlos. Ein spannender Ausblick auf die Mobilität von morgen, und Burgdorf ist vorn mit dabei. Auch das ist ein neuer Seitenarm unseres gemeinsamen Weges – offen, mutig, zukunftsorientiert.
Wie die Aue, die unserer Stadt Richtung und Gestalt gibt, helfen auch unsere Förderprogramme dabei, Burgdorf noch lebenswerter zu machen – für alle Generationen:
Im Rahmen des LEADER-Förderprogramms wurde die Umgestaltung des Lindenbrinks in Otze realisiert – fertiggestellt, eröffnet und gefördert mit rund 180.000 Euro.
Und durch die Städtebauförderung wurde die Schulstraße fertiggestellt – mit 470.000 Euro Fördermitteln. Auch die laufende Sanierung des Rathauses I profitiert von diesen Mitteln und macht unser historisches Verwaltungsgebäude fit für die Zukunft.
Diese Projekte zeigen, wie wir gezielt Orte aufwerten, die den Alltag prägen – und damit Lebensqualität schaffen, ganz im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger.
Kinder und Familien stehen bei uns seit jeher im Zentrum. Auch 2025 haben wir dafür viel getan: • Die neue DRK-Kita Aue Süd wurde eröffnet – ein Ort zum Wachsen, Spielen und Sich-zu-Hause-Fühlen. • Zehn neue Auszubildende haben ihre Laufbahn in unseren Kitas begonnen – mit frischem Elan und viel Herz. • Die Einführung der App KIKOM sorgt für schnellere, direktere Kommunikation zwischen Eltern und Einrichtungen. • Die soziale Gruppe „Die Wölfe“ und das Familienservicebüro sind in neue, gut erreichbare Räume in der Hannoverschen Neustadt 33 umgezogen – mit der Wiedereröffnung der Wölfe ist ein wichtiger Ort für Orientierung und Unterstützung zurück.
Und wir gehen noch weiter. Burgdorf hat sich in diesem Jahr auf den Weg gemacht, „Kinderfreundliche Kommune“ zu werden. Wir sind stolz auf das, was wir für Kinder tun – aber wir ruhen uns nicht darauf aus. Mit der Teilnahme an diesem bundesweiten Programm verpflichten wir uns, die Rechte, Bedürfnisse und Perspektiven von Kindern und Jugendlichen noch stärker in unsere Entscheidungen einzubeziehen. Nicht nur über Kinder reden – sondern mit ihnen, und noch viel mehr für sie tun. Das ist unser Ziel.
Denn eine Stadt, in der Kinder sicher, beteiligt und ernstgenommen aufwachsen, ist eine Stadt mit Zukunft – so wie ein klarer Nebenlauf der Aue, der in den Hauptstrom mündet und ihm neue Kraft gibt.
Auch unser Rathaus ist in Bewegung: Die laufende Sanierung macht es moderner, barrierefreier, bürgernäher. Ein Ort, an dem Verwaltung nah am Menschen bleibt – offen für Anliegen, engagiert in der Umsetzung.
Wie wichtig funktionierende Verbindungen im Alltag sind, zeigt sich auch am Bahnübergang in Ahrbeck. Seit Jahren ist er gesperrt – und das belastet viele Menschen in Burgdorf: mit Umwegen, Einschränkungen und verlorener Lebensqualität. Für Schülerinnen und Schüler, Familien, Pendlerinnen und Pendler ist dieser Weg mehr als eine Abkürzung – er ist Teil ihres täglichen Lebens.
Ich werde mich weiterhin mit Nachdruck für die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Dazu gehört auch, dass wir auf mehreren Ebenen das Gespräch mit der Deutschen Bahn suchen – sowohl verwaltungsseitig als auch im politischen Raum –, um eine tragfähige und zeitnahe Lösung für den Bahnübergang in Ahrbeck zu erreichen. Ein wichtiger Schritt war dabei auch ein gemeinsamer Vor-Ort-Termin mit der Bahn, bei dem wir unsere Erwartungen noch einmal klar benannt haben. Denn dieser Übergang ist nicht nur eine Querung über Gleise. Er steht für ein Stück Lebensqualität. Und diese Lebensqualität wollen wir für die Menschen in Burgdorf bewahren.
Was Burgdorf besonders macht, sind nicht nur Bauwerke, Zahlen oder Technik – es sind die Menschen: Menschen, die helfen, zuhören, sich kümmern. Ob in Vereinen, bei der Feuerwehr, im Ehrenamt, in der Nachbarschaft oder einfach mitten im Leben – Sie alle tragen dazu bei, dass Burgdorf lebendig bleibt.
Ich danke Ihnen allen von Herzen. Für Ihr Vertrauen, Ihre Anregungen, Ihr Mitmachen.
Gerade in Zeiten, in denen die Welt an vielen Orten aus den Fugen geraten ist, wächst der Wunsch nach Frieden und Stabilität. Unser Blick richtet sich in diesen Tagen besonders auf die Ukraine und auf all jene Regionen Europas, in denen Menschen unter Krieg und Gewalt leiden. Möge das neue Jahr Schritte hin zu mehr Verständigung, Mitmenschlichkeit und einem friedlicheren Miteinander bringen.
So wie die Aue Burgdorf verbindet – von Nord nach Süd, durch Stadt und Natur – so verbindet uns das, was wir gemeinsam geschaffen haben. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesundes, glückliches Jahr 2026. Möge es ein Jahr sein, in dem wir noch weiter zusammenwachsen, in dem neue Ideen entstehen – und in dem Burgdorf für alle ein Ort bleibt, an dem man gerne lebt.
Mit den besten Wünschen für das neue Jahr
Ihr
Armin Pollehn
Bürgermeister der Stadt Burgdorf






