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Die Zukunft des Fernsehens

Für viele Menschen ist das Fernsehen mit Erinnerungen an die Kindheit verbunden. Der berühmte Film um 20:15 war für eine ganze Generation so etwas wie ein gesellschaftliches Ereignis. Doch zunehmend wird diese Beschäftigung ein Zeitvertreib für eine bestimmte Altersgruppe. Junge Menschen entscheiden sich zunehmend für digitale Alternativen wie sport-oesterreich.at oder Streaming-Services. Daraus ergibt sich dann natürlich die Frage, welche Rolle das Fernsehen in den kommenden Jahren spielen wird und auf welche Änderungen sich die Industrie einstellen muss.

Wer sieht überhaupt noch fern?

Generell kann man sagen, dass sich das Fernsehen zunehmend auf Leute über 40 konzentriert. Viele jüngere Menschen sehen einen Fernseher inzwischen auch gar nicht mehr als eine notwendige Anschaffung an. Stattdessen nutzen sie ihren Laptop und zunehmend natürlich das Smartphone für ihren Medienkonsum.Auch die gesellschaftliche Bindungskraft des Fernsehens hat sich verändert. Was früher noch in erster Linie als ein Gemeinschaftserlebnis galt, das hat sich inzwischen mehr in die Richtung des Ausdrucks eines persönlichen Geschmacks entwickelt.

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Programme zwischen Mainstream und Nische

Bevor Netflix und Co. daherkamen, gab es Fernsehereignisse, die man sich schlicht und ergreifend nicht entgehen lassen konnte. Sonst konnte man am Montag morgen im Büro nicht mitreden. Dazu gehörten zum Beispiel die großen Spielshows oder auch die anhaltenden Fernsehserien. Heute sind die Angebote im Fernsehen deutlich spefzifischer geworden. Es gibt Dokumentationen und Fernsehshows zu absoluten Nischenthemen. Natürlich gab es die zuvor auch schon. Aber die Anzahl hat sich deutlich nach oben geschraubt. Es geht oftmals um Nachrichten zu bestimmten Themen, Gesprächssendungen oder Präsentationen zu den Dingen, die im regulären Mainstream heutzutage keinen direkten Platz mehr finden. Das ist für das Fernsehen auch besonders wichtig. Denn schließlich hat man hier die Möglichkeit, die Inhalte zu präsentieren, die sich nicht nur auf die rein kommerziellen Aspekte konzentrieren, zumindest bei den Öffentlich-Rechtlichen.

Die Alternativen

Das Fernsehen ist schon lange nicht mehr der einzige Anbieter auf dem Feld der Medien. Gerade in einer Zeit, in der auf den digitalen Plattformen bereits alles angeboten wird, begeistern sich zunehmend mehr Menschen für Präsentationen, die live auf der Bühne abgehalten werden. Aber das Internet ist natürlich der große Konkurrent der guten alten Flimmerbox. Denn mit der schieren Masse an Angeboten und Programmen können die Fernsehsender schlicht aus zeitlichen Gründen nicht mithalten. Der Tag hat nunmal nur 24 Stunden, und mehr Programm ist dabei auf einem Kanal einfach nicht möglich.

Streaming und Programme im Internet

YouTube alleine macht das Fernsehen vielleicht nicht unbedingt obsolet, aber jeder Nutzer findet hier kostenfrei eine endlose Menge an Programmen, Podcasts, Präsentationen und Dokumentationen zu schlichtweg jedem Thema, das man sich nur vorstellen kann. Und dabei ist YouTube noch längst nicht der einzige Anbieter. Plattformen wie Twitch sind die pulsierenden Zentren des Streamings rund um Videospiele und Popkultur. Hier sind die vielen jungen Zuschauer zu Hause, für die das normale Fernsehen bereits seit langem nicht mehr bunt genug ist. Und mit Netflix ist es für die Fernsehsender auch ein bisschen schwieriger geworden, da der Streaming-Service einfach unendlich viele Filme auf Knopfdruck anbietet. Man muss sich schon längst nicht mehr an vorgegebene Zeiten halten.

Amateure bieten neue Blickwinkel

Einer der großen Vorteile von modernen Plattformen aus der digitalen Welt ist der, dass sich dort jeder betätigen kann, wenn er das gerne möchte. Mit einem Smartphone alleine kann man schon ein paar tolle Videos drehen und damit das Publikum im Internet begeistern. Solange man sich an gewisse Grundregeln hält, ist es nicht notwendig, sich irgendeine Form von Erlaubnis oder Bestätigung zu holen. Beim Fernsehen ist die Hürde dabei immer noch deutlich höher. Selbst, wenn man eine gute Idee hat, sind die Prozesse zur Entscheidungsfindung oftmals zu lange und die Affinität zum Risiko ist gerade bei den Öffentlich-Rechtlichen bekanntermaßen eher niedrig.

Welche Rolle spielt die KI?

Was die Bereitstellung von Inhalten angeht, erleben wir gerade eine massive Umwälzung. Mit KI lassen sich zu quasi keinen Kosten ganze Clips oder Filme produzieren. Die lassen sich schnell und einfach an den gegenwärtigen Zeitgeist anpassen. So können kreativ Schaffende immer am Puls der Zeit bleiben. Die Frage bleibt natürlich, ob solche Inhalte wirklich die Emotionen der Menschen ansprechen können. Für das Fernsehen bedeutet das aber sogar eine Chance, die eigene Position neu zu erfinden und langfristig zu stärken.

Die Inhalte der Zukunft

Wenn es um die Künstliche Intelligenz geht, dann ist die Hauptkritik, dass sie nur auf bestehenden Inhalten basiert und in ihrem Wesen keine echte Kreativität hervorbringt. Hier kann das Fernsehen die Lücke schließen und genau die Inhalte präsentieren, die von den Algorithmen generell übersehen oder ignoriert werden. Persönliche Stories, Nischeninhalte und Skurilles sind dabei eine tolle Gelegenheit, um den gesellschaftlichen Wert des Fernsehens zu erhalten. Dabei dürfen sich die Sender in der Zukunft aber nicht mehr als Massenmedien verstehen. Stattdessen können sie eine neue Rolle als kulturelle Taktgeber für sich beanspruchen, die genau die Inhalte zum Thema machen, die ansonsten vergessen werden.

Zuschauerentwicklung

Es bleibt zu erwarten, dass das Fernsehen in den nächsten Jahren altersbedingt eine ganze Menge von Zuschauern verlieren wird. Dann wird es vermutlich zu einer Art Durststrecke kommen, in der sich das Publikum weitestgehend mit anderen Dingen beschäftigt. Wenn das Fernsehen aber alles richtig macht, dann wird die nächste Generation an jungen Menschen das TV als Retrokabinett neu für sich entdecken. Es kann also erneut zu einem Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und des Geschmacks werden, ähnlich, wie das die Klassiker der Weltliteratur geschafft haben. Deswegen ist es für das Fernsehen besonders wichtig, dass man nicht der Versuchung erliegt, die Inhalte von digitalen Medien zu kopieren.

Was kann man in den nächsten Jahren erwarten?

Früher galt eine Karriere beim Fernsehen als etwas besonders Erstrebenswertes. Das ist heute nicht mehr wirklich so. Dem sollten die Sender auch Rechnung tragen, und sich erneut ganz bewusst auf junge Kreative konzentrieren, die Leidenschaft und Hingabe mitbringen. Denn damit kann sich das Fernsehen genau die Relevanz bewahren, die es in den letzten Jahren zunehmend eingebüßt hat. Dabei geht es aber nicht nur um Zuschauerzahlen, sondern um die bewusste Entscheidung für inhaltlich starke Programme, die auch mal eine Grenze überschreiten dürfen. Nur eines darf es nicht sein: langweilig.

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