Wedemark

Straßenbau neu geregelt: Strabs fällt weg, Sicherheit rückt nach vorn

Straßenausbaubeitragssatzung fällt weg, Straßen werden erneuert und Wege für alle Verkehrenden sicherer

[WEDEMARK]

Das Straßenbau- und Sicherheitskonzept ist das größte Sanierungsprojekt in der Geschichte der Gemeinde Wedemark. Es bringt Verbesserungen für sichere Wege. Es erneuert Straßen, stärkt Schulwege, verbessert Radwege und schafft mehr Sicherheit für Senioren. Die Mehrbelastung des gemeindlichen Haushaltes von jährlich etwa einer Million Euro wird über eine höhere Grundsteuer ausgeglichen.

Sichere und gut nutzbare Wege gehören zu einem aktiven Alltag. Das neue Straßenbau- und Sicherheitskonzept stellt sicher, dass Straßen und Wege in der Wedemark Schritt für Schritt besser werden. Es verbindet den Ausbau der Straßen mit klaren Maßnahmen für mehr Sicherheit im Verkehr – für Kinder und Jugendliche, Seniorinnen und Senioren sowie Radfahrende aller Altersgruppen.

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„Wir wollen Wege schaffen, die Menschen jeden Tag sicher nutzen können“, erläutert Susanne Bischoff, Leiterin des Fachbereichs Planen und Bauen. Die Verwaltung macht deutlich, dass viele Straßen in die Jahre gekommen sind. Einige werden komplett neu gebaut, andere erhalten eine starke oder dünne neue Deckschicht. So entstehen genau die Lösungen, die zur jeweiligen Straße passen.

Besonders wichtig ist ein sicherer Schulweg. Zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule soll überall gut möglich sein. Dafür werden neue Überwege geprüft, Bordsteine abgesenkt, Markierungen erneuert und Wege verbreitert. Rund um die Schulen werden die Radwege optimiert und sicherer gestaltet. „Kinder sollen sich auf ihrem täglichen Weg orientieren können und geschützt sein“, hebt Bischoff hervor.

Auch Seniorinnen und Senioren profitieren. Gut erkennbare Markierungen, ebene Wege und barrierearme Übergänge erleichtern Besorgungen, Arztbesuche und den Weg zu Treffpunkten. Einrichtungen wie KiTas, Seniorentreffs und öffentliche Gebäude werden nach und nach besser angebunden.

Für Radfahrende sieht das Konzept pro Jahr ein eigenes Investitionsbudget vor. Damit lassen sich Radwege verbessern oder neu gestalten. Zunächst ist in Brelingen und Negenborn jeweils im Ortseingang eine Querungshilfe geplant. Zusätzlich werden drei feste Anlagen zur Geschwindigkeitskontrolle beschafft. Sie erhöhen die Sicherheit an stark befahrenen Straßen; besonders entlang von Umleitungsstrecken.

Damit Straßen schneller erneuert werden können, entfällt künftig die bisherige Straßenausbaubeitragssatzung. „Niemand soll aus Angst vor hohen Rechnungen notwendige Maßnahmen ablehnen“, betont Bischoff. Statt einzelner Beiträge fließt die Finanzierung künftig über eine höhere Grundsteuer. Auf diese Weise beteiligen sich alle, die Straßen nutzen – Bewohnende wie Unternehmen. Der grundlegende Beschluss wurde vom Gemeinderat bereits Anfang 2024 gefällt, die Umsetzung scheiterte bisher aber an den personellen Kapazitäten in der Verwaltung. Die Erschließungsbeitragssatzung nach BauGB bleibt jedoch erhalten.

Eine aktualisierte Prioritätenliste legt jetzt fest, welche Straßen zuerst dran sind. Mit den inzwischen besetzten Ingenieurstellen kann die Verwaltung die geplanten Maßnahmen schrittweise umsetzen. Das Konzept sorgt so für bessere Wege, mehr Übersicht und mehr Sicherheit im gesamten Gemeindegebiet – eine klare Entlastung für alle Verkehrsteilnehmer.

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