Sehnde

CDU Sehnde fordert regelmäßige Datenerhebung für Kita- und Krippenplätze

[SEHNDE]

Die CDU-Fraktion in Sehnde will die Vergabe von Kita- und Krippenplätzen nach eigenen Angaben grundlegend weiterentwickeln und fordert dafür eine regelmäßige Erhebung des tatsächlichen Betreuungsbedarfs. Hintergrund ist aus Sicht der CDU die jährliche Diskussion im Frühjahr, wenn Plätze vergeben werden und dabei sowohl die Zahl der verfügbaren Plätze als auch die angebotenen Betreuungszeiten in den Einrichtungen in den Blick geraten.

Die CDU kritisiert, dass Eltern bei der Anmeldung ihres Kindes bislang nur einmalig nach ihrem Betreuungsbedarf befragt würden und diese Angaben anschließend pauschal für die Planung herangezogen würden. Ob Früh- oder Spätbetreuung an einzelnen Tagen wirklich gebraucht werde, ob sich Arbeitszeiten änderten oder Familien neue Lösungen benötigten, werde dadurch nach Darstellung der CDU nicht vollumfänglich berücksichtigt. Als Folge beschreibt die Fraktion eine nicht optimale Nutzung vorhandener Kapazitäten, wachsende Wartelisten und eine Planung, die zu sehr vom Rätselraten geprägt sei.

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Mit einem bereits eingereichten Antrag möchte die CDU nach eigenen Angaben eine „moderne, gerechte und effiziente“ Vergabe erreichen. Dr. Marco Schinze-Gerber, Bürgermeisterkandidat und Vorsitzender der CDU Sehnde, begründet das Vorhaben damit, dass belastbare Daten kein Selbstzweck seien, sondern Klarheit schaffen, Wartezeiten reduzieren und eine vorausschauende Planung ermöglichen könnten. „Wenn wir wissen, wann Kinder tatsächlich Betreuung brauchen, entlastet das Familien, Personal und Verwaltung spürbar“, erklärt Schinze-Gerber. Die CDU argumentiert, dass sich der Alltag vieler Familien verändere, etwa durch neue Arbeitszeiten, Schichtmodelle, Geschwisterkinder oder Elternzeiten, und dass ohne aktuelle Daten wichtige Informationen unsichtbar blieben. Eine regelmäßige Erhebung solle dagegen zeigen, wann Betreuung tatsächlich gebraucht werde, und so Kapazitäten sichtbar machen, die bislang im Verborgenen lägen. In der Mitteilung verweist die CDU zudem darauf, dass die Hannoversche Allgemeine Zeitung bereits darüber berichtet habe, dass der Abbau von Wartelisten und eine bessere Unterstützung von Familien möglich seien, wenn die tatsächlichen Nutzungszeiten bekannt seien.

Ein weiterer Schwerpunkt des CDU-Antrags ist nach Angaben der Fraktion, die Kindertagespflege in Sehnde stärker in die Gesamtplanung einzubeziehen. Tagesmütter und Tagesväter seien ein wichtiger Teil der Betreuung, weil sie flexibel und wohnortnah arbeiten könnten und damit oft genau das abdecken würden, was Familien benötigten. Ihre Kapazitäten flössen bislang jedoch kaum in die Gesamtbetrachtung ein. Eine gemeinsame Datenerhebung soll nach Vorstellung der CDU sicherstellen, dass Kita-Angebote und Kindertagespflege künftig zusammengedacht werden, sodass realistische Übersichten über freie Plätze entstehen und Übergänge zwischen den Betreuungsformen besser gelingen. Die CDU verknüpft das mit dem Anspruch, die Planung an der „Realität der Familien“ auszurichten und die Grundlagen für Entscheidungen über Gruppen, Personal und Standorte zu verbessern. Der Antrag sei nach Angaben der CDU bereits vom Rat in den zuständigen Kita-Ausschuss zur Beratung verwiesen worden und solle im neuen Jahr behandelt werden.

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